Formel 1 mit Cockpit-Dach
— 07.09.2012Kommt die Formel 1 unter die Haube?
Formel 1-Autos bekommen wohl bald ein Dach. Das offene Cockpit ist zwar charakteristisch für die Königsklasse, aber zugleich einer der letzten großen Gefahrenherde. Auch die Piloten befürworten eine Art Haube.
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Schumacher, der sich seit Jahren intensiv um eine Verbesserung der Sicherheitsstandards in der Formel 1 einsetzt, wies darauf hin, dass sich die Bedingungen seit den beiden tödlichen Unfällen von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger beim Großen Preis von San Marino im Mai 1994 "drastisch verbessert" haben. Die Erhöhung der Seitenwände des Cockpits nach Karl Wendlingers schwerem Unfall beim Großen Preis von Monaco im Mai 1994 sei "ein Riesenschritt" gewesen.
Schumacher: "Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz"
Der Mercedes-Pilot sagte, dass die inzwischen "sehr hohe Sicherheit solche Schicksalsschläge" wie 1994 "unwahrscheinlich macht". Nun sei noch die nächste Hürde zu nehmen. Eine Gruppe von Ingenieuren arbeite an einer effektiven Lösung für das offene Cockpit. Bei einer Kanzel könnte unter anderem die rasche Bergung eines verunglückten Piloten ein Problem sein. "Egal was man macht, es gibt keinen hundertprozentigen Schutz", meinte Schumacher.Vettel urteilte, die Formel 1 sollte in jeder Hinsicht Vorbild auch für andere Klassen sein. Der 25 Jahre alte Heppenheimer steht einer Kuppel in erster Linie aus ästhetischen Gründen kritisch gegenüber. "Es sieht nicht schön aus und es passt nicht in die Formel 1", urteilte er. Aber wenn ein anderes Auto angeflogen komme, sei man wohl über so einen Schutz froh. Laut Schumacher sollte "das Aussehen eine untergeordnete Rolle spielen". Er erinnerte an die hässlichen Höckernasen seit dieser Saison. Am Anfang sei das ein großes Thema gewesen und jetzt spreche niemand mehr davon.
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