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Formel 1: Mittelfeld-Analyse

— 25.03.2017

Wer hat die Nase vorne?

Das Mittelfeld ist 2017 deutlich näher zusammengerückt. ABMS analysiert nach dem Qualifying: Wer hat im Kampf der vermeintlich Kleinen die Nase vorne?

Nach der Manor-Insolvenz sind 2017 nur noch zehn Teams in der Formel 1 am Start. Durch die Regelreform ist das Feld im Winter aber definitiv zusammengerückt. Die Fans dürfen sich also auf spannende Kämpfe im Mittelfeld freuen. Am Samstag im Australien waren Haas und Toro Rosso die Gewinner, Williams und Force India enttäuschten hingegen - genauso wie Renault und McLaren, die als Werksteams im Kampf der Kleinen eigentlich gar nicht dabei sein dürften. Die Leistungen im Überblick:
Die Ergebnisse vom Samstag: Alle Zeiten hier

Haas: Melbourne und Haas - das passt einfach. Schon im Vorjahr feierte Romain Grosjean für das Team im Albert Park einen Traumeinstand. Auf Platz sechs landete Grosjean damals im allerersten Rennen des US-Rennstalls - so wie auch im Qualifying am Samstag, was ihn nun natürlich auf eine Wiederholung des Resultats hoffen lässt.

Romain Grosjean gelang mal wieder eine Traumrunde

„Das war heute schon eine ziemlich unglaubliche Session für uns“, jubelte Grosjean. „Das Auto sieht gut aus, sogar besser als wir es erwartet hatten.“ Nicht überzeugen konnte hingegen Stallgefährte Kevin Magnussen. Der Däne kam gleich auf seinen beiden schnellen Versuchen in Kurve zwölf von der Strecke ab und musste schon in Q1 die Segel streichen.

Williams: Das Traditionsteam aus Grove präsentierte sich ungefähr da, wo man auch letztes Jahr war. Um die hinteren Punkteplatzierungen kann zumindest Felipe Massa auf jeden Fall kämpfen. Der Routinier machte mit P7 auch am Samstag einen guten Job, hatte allerdings einmal großes Glück, dass er für das Blockieren von Sergio Perez keine Strafe aufgebrummt bekam.

Williams-Rookie Lance Stroll kam noch nicht zurecht

Fünf Plätze zurück muss in der Startaufstellung hingegen Teamkollege Lance Stroll - beziehungsweise nur einen, weil der Kanadier sowieso nur 19. wurde. Nach einem Crash im Abschlusstraining, bei dem er seinen Williams beschädigte, hatte der Rookie einen schweren Stand und bekam obendrein die Strafe für den fälligen Getriebewechsel.

Toro Rosso: Die größte Überraschung neben Haas war am Samstag zweifelsfrei Toro Rosso. Beide Piloten schafften es in Q3. Zwar bemängelte Carlos Sainz: „Und hat heute noch etwas die Stabilität im Auto gefehlt, auch im Vergleich zu gestern. Deshalb ging es nur Stück für Stück voran.“ Mit seinem Ergebnis (P8) war er aber trotzdem zufrieden. Teamkollege Daniil Kvyat ordnete sich direkt dahinter ein und scheint sich nach seiner Seuchensaison 2016, als er gegen Sainz keinen Stich machte, deutlich gefangen zu haben.

Force India: Kein Force-India in den Top-10. Am Ende der letzten Saison wäre das undenkbar gewesen, aber das indisch-britische Team mit den neuerdings pinken Rennern, startet schon seit Jahren traditionsgemäß schwach in die Saison, um sich dann im weiteren Verlauf stark zu steigern.

Wirklich schneller macht das pinke Design noch nicht

Zumindest einen Fair-Play-Preis hätte Sergio Perez am Samstag aber verdient gehabt. Obwohl Massa in Q2 auf der Ideallinie pennte und ihn klar blockte, machte Perez kein Fass auf. „Alles halb so wild. Sah im Fernsehen schlimmer aus als es war“, winkte der Mexikaner ab. Dabei hätte er mit einem Protest sicher gute Chancen gehabt, dass Massa einen Fünf-Platz-Strafe aufgebrummt kommt und Perez in die Top-10 nachrückt. Vielleicht wollte er das wegen des Reifenvorteils von Startplatz elf aber auch gar nicht...

Renault: Gemischte Gefühlswelt bei Renault. Nico Hülkenberg lieferte eine sehr solide Vorstellung ab, konnte aber nicht ganz an seine teilweise starke Trainingsleistung anknüpfen. Trotzdem zeigte er sich zufrieden: „Wir waren nur Zehntel von Q3 entfernt. Letztes Jahr ist das Team hier nicht über Q1 hinausgekommen“, freute sich der Emmericher über Renaults Fortschritt. Doch Hülkenberg weiß auch: „Das Mittelfeld sieht extrem eng aus.“ Punkte sind am Sonntag sein Ziel.

Renaults Jolyon Palmer war mächtig angefressen

Weit entfernt von diesen ist Teamkollege Jolyon Palmer. Der Brite wurde im Qualifying Letzter. Nach seinem Crash am Freitag kam er nicht mehr auf Touren und beklagte sich: „Ich danke den Mechanikern, dass sie das Auto heute Nacht wieder zusammengebaut haben. Aber es war trotzdem ein Desaster. Die Bremsen, die Balance und auch die Traktion. Alles schrecklich!“ Ob sich der ohnehin umstrittene Palmer mit dieser Generalkritik bei den Renault-Bossen beliebt gemacht hat, ist höchst fragwürdig.

McLaren: Stichwort fragwürdig: Was das ehemalige Top-Team aus Woking mit tatkräftiger Unterstützung von Honda seinem Star-Piloten Fernando Alonso da wieder für ein Auto hingestellt hat, ist schon brutal. Der Spanier kann einem nur noch leid tun. Statt dem großen Sprung durch die neuen Regeln, scheint McLaren sogar noch weiter zurückgefallen zu sein!

Den Ferrari sieht Alonso allenfalls beim Überrunden

Auch die technischen Pannen reißen nicht ab. Alonsos Teamkollege Stoffel Vandoorne schied mit einem Defekt an der Benzinzufuhr bereits in Q1 aus. Alonso wurde zwar - trotz erneuter Motor-Probleme - immerhin Zwölfter. Beim Blick auf das große Ganze fällt aber erschreckenderweise auf, dass mit Ausnahme von Schlusslicht Sauber nur Autos hinter ihm landeten, die im Qualifying Probleme hatten und deren Teamkollegen sich locker vor Alonso platzieren konnten...

Sauber: Stand Qualifying bleibt die rote Laterne am schweizer Privatteam hängen. Zwar liest sich das Ergebnis vom Samstag mit den Plätzen 15 und 16 noch ganz ordentlich, aber Palmer, Stroll, Vandoorne und Magnussen hatten im Australien-Q1 allesamt Ausritte oder technische Defekte und sollten unter normalen Umständen schneller sein. Indes hat Sauber beim Auftakt heuer ohnehin einen schweren Stand, fällt mit Pascal Wehrlein doch einer der Stammpiloten der Truppe aus Hinwil aus.
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Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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