Montezemolo & Ecclestone

Formel 1: Montezemolo will Rennen kürzen

— 04.04.2014

Krisengipfel in Bahrain

Die neue Formel 1 muss sich weiter um die Gunst der Zuschauer bemühen: Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat dafür die ein oder andere Idee im Köcher.

Die Formel 1 krankt an den unüberschaubaren Regeländerungen. Jetzt will Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo die nächste vorschlagen! AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Der Ferrari-Präsident plädiert für kürzere Rennen. Der Landgraf glaubt, dass die Fahrer keine Überholmanöver riskieren, weil das Benzin nicht reicht. Deshalb schlägt er eine Kürzung um mindestens zwei Runden vor. Zusammen mit Bernie Ecclestone will er seine Idee FIA-Präsident Jean Todt an diesem Wochenende in Bahrain präsentieren. Die drei großen Männer der Formel 1 wollen sich am Rande des Formel-1-Rennens zum Krisengipfel treffen. Die Formel 1 ist zu langsam, zu leise und zu langweilig. Dagegen will Montezemolo jetzt etwas tun.

Veto von Mercedes?

Jean Todt (li.) & Luca di Montezemolo kennen sich aus ihren gemeinsamen Ferrari-Zeiten bestens

Ansatz Nummer zwei: Ecclestone ist gegen die maximale Spritflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde, die lautere Motoren und mehr PS verhindert. Ob Montezemolo und Ecclestone mit Ihren Vorschlägen durchkommen, ist mehr als fraglich. Regeländerungen in dieser Saison brauchen die Zustimmung aller Teams. Doch Mercedes wird alles blockieren. Bei den Silberpfeilen ist man der Meinung, dass die 100 Kilo Benzin sehr wohl für die etwas mehr als 300 Kilometer reichen. Eine Lockerung der Spritflussmenge würde die Anzahl der Motoren pro Saison erhöhen, was wiederum die Kosten steigen lässt. Mit kürzeren Rennen kommt die Formel 1 zudem der GP2 immer näher. 90 Minuten Action waren bislang ihr Alleinstellungsmerkmal.

Neun Sekunden langsamer

Indes hat sich Fernando Alonso auf die Seite seines Präsidenten und auch die von Sebastian Vettel geschlagen. "Es ist interessant, wie sich die Formel 1 über die Jahre entwickelt hat“, gibt der Ferrari-Star zu bedenken. „Ich bin schon viele verschiedene Autos gefahren, aber das aktuelle ist mal so ganz anders. Es ist schon noch aufregend, weil wir immer noch ein Rennen gegeneinander fahren. Es ist aber so, dass die Autos zu langsam sind.“ Alonso rechnet vor, dass die schnellste Rennrunde aus Malaysia 2011 neun Sekunden schneller war als die vom vergangenen Wochenende. Der Spanier: „Und wenn man im Auto sitzt und neun Sekunden langsamer fährt, dann ist das nicht solch ein Spaß wie in einem richtig schnellen Auto.“

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Getty Images

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