Die besten Bilder aus Singapur

Formel 1: Motoren-Deals sind offiziell

McLaren mit Renault, Toro Rosso mit Honda

ABMS hatte bereits berichtet, nun sind die Deals zwischen McLaren/Renault sowie Toro Rosso/Honda auch offiziell fix - genauso wie Carlos Sainz' Wechsel.
Die Veröffentlichung war wohl ein größeres Politikum als die Deals selbst… Nach und nach purzelten am Nachmittag in Singapur die Pressemitteilungen ins Postfach. In insgesamt sechs Aussendungen wurde bestätigt: Die in den vergangenen Tagen festgezurrten Motordeals zwischen McLaren und Renault sowie Toro Rosso und Honda (ABMS berichtete) sind nun endlich offiziell. In Kurzform wurde verkündet: Toro Rosso trennt sich von Renault. McLaren trennt sich von Honda. Renault beliefert ab 2018 McLaren. Honda beliefert Toro Rosso. Carlos Sainz wechselt von Toro Rosso zu Renault.

Freude bei Alonso: McLaren kriegt einen neuen Motor

Damit steht fest: Die unglückliche Partnerschaft zwischen McLaren und Honda ist am Jahresende Geschichte! "Die heutige Bekanntgabe gibt uns die nötige Stabilität, um mit unserem Chassis und technischen Programm für 2018 ohne Verzögerung fortzufahren", erklärt McLaren-Boss Zak Brown mit Blick auf den Dreijahresvertrag mit Renault.
Dieser soll auch Doppelweltmeister Fernando Alonso im Team halten. Bei Renault geht man offenbar davon aus, dass eine Verlängerung des Spaniers bei McLaren in trockenen Tüchern ist. Renault-Teamchef Cyril Abiteboul jedenfalls sagt: "McLaren ist ein Team mit zwei sehr talentierten Fahrern, die nicht nur unsere Motorentwicklung unterstützen werden sondern auch eine Referenz beim Chassis darstellen. Es ist ein spannender Neuanfang mit einem Top-Team, das hungrig auf Erfolg ist."
Der Wechsel von Carlos Sainz von Toro Rosso zu Renault beinhaltet indes eine Überraschung: Der Spanier wird zunächst nur für ein Jahr ausgeliehen, wie die Teams mitteilten.

Sainz wird von Toro Rosso an Renault ausgeliehen

Toro Rosso startet im Zuge der großen Motoren-Rochade kommende Saison als einziges Formel-1-Team mit Honda-Aggregaten. Teamchef Franz Tost: "Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Honda und haben vollstes Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Wir glauben an eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft."
Freude über das Motoren-Beben in der Königsklasse herrscht  bei den neuen F1-Besitzern von Liberty Media: "Wir sind sehr zufrieden, dass alle beteiligten Teams und Hersteller bei diesen intensiven und komplexen Verhandlungen am Ende ein für alle befriedigendes Ergebnis erzielt haben", erklärt F1-Boss Chase Carey. "Wir haben versucht, die Parteien für einen bestmöglichen Ausgang zu unterstützen. Besonders wichtig ist, dass Honda - einer der größten Hersteller in der Automobilindustrie und eine wichtige Marke in der Geschichte des Motorsports - auch in den kommenden Jahren in der Formel 1 vertreten sein wird."

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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