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Formel 1: Motormeeting in Bahrain

Exklusiv: Eskaliert Motorstreit in Bahrain?

Die Formel 1 steht vor entscheidenden Wochen: Das neue Motorreglement ab 2021 soll in Bahrain auf Kurs gebracht werden. Rebellieren die Hersteller?
Das neue Formel-1-Motorreglement ab der Saison 2021 soll während des Großen Preises von Bahrain nächstes Wochenende festgezurrt werden. AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr aus seriöser Quelle: Formel-1-Chef Chase Carey will dort ein großes Meeting mit den Teams und der FIA organisieren, damit das von Formel-1-Sportchef Ross Brawn ausgearbeitete Motorkonzept verabschiedet wird.
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Es ist kein Geheimnis, dass der Ex-Technikchef von Michael Schumacher bei Ferrari einen V6-Turbomotor mit 1,6 Litern Hubraum und einfachem, aber stärkerem KER-System bevorzugt, damit die Motoren leistungsmäßig auf ähnlichem Niveau sind wie heute und gleichzeitig weniger kosten.

Chase Carey will die Beteiligten an einen Tisch bringen

Hintergrund der Regeländerung: Beim aktuellen Hybridreglement sei der Vorsprung von Mercedes so groß, "dass die WM bis 2020 eigentlich nur von Mercedes gewonnen werden kann", hört man aus dem Red-Bull-Lager. Zudem sind die Antriebseinheiten so teuer, dass private Teams sich die Formel 1 kaum leisten können.
Bisher wehrten sich Mercedes und Ferrari gegen ein neues Reglement ohne Doppel-Hybrid und damit ohne die komplizierte Wärmemaschine MGU-H. In Bahrain sollen die beiden jetzt vom neuen, einfacheren und billigeren Reglement überzeugt werden und zum Wohle des Sports zustimmen. Ziel ist ein Ende der Diskussionen. 
Ob das gelingt, bleibt fraglich. Ebenso ist unbekannt, ob FIA und Formel 1, die in der Motorenfrage auf einer Linie sind, zu Kompromissen bereit sind. Eskaliert der Streit in Bahrain also endgültig?
Ferrari und Mercedes hatten zuletzt immer wieder mit dem Ausstieg gedroht, wenn FIA und Formel 1 das technisch extrem fortgeschrittene Regelwerk ändern. Allein: Schon 2009 wollten die Hersteller eine Piratenserie gründen. Auch damals nahmen weder Bernie Ecclestone noch FIA-Präsident Max Mosley die Rebellen wirklich ernst.
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Mercedes' Power ist zu überlegen: Quo vadis F1?

Bei Red Bull hat man trotz des Ernstes der Lage den Humor noch nicht verloren. Ein Entscheidungsträger der Österreicher zu ABMS: "Ich hoffe, dass diesmal Nägel ohne Knöpfe gemacht werden." Eine Anspielung auf den so genannten "Party-Modus" bei Mercedes. Die Konkurrenz vermutet, dass die Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas durch Aktivieren einer bestimmten Motoreinstellung quasi per Knopfdruck zusätzliche PS generieren können. Besonders im Qualifying macht sie dieses System nahezu unschlagbar.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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