Formel 1 nach Kubica-Unfall

Nick Heidfeld Nick Heidfeld

Formel 1 nach Kubica-Unfall

— 07.02.2011

Wer ersetzt Kubica?

Formel 1-Pilot Robert Kubica ist nach seinem Unfall schwer verletzt, fällt monatelang aus. Jetzt dreht sich das Personalkarussel bei Lotus Renault: Wer soll den Polen ersetzen?

Nach seinem schweren Unfall im Rallye-Auto steht fest: Formel 1-Pilot Robert Kubica wird für geraume Zeit ausfallen. Den Saisonstart am 13. März 2011 in Bahrain kann der Pole definitiv abhaken – ob er überhaupt jemals wieder in ein F1-Cockpit zurückkehren wird, ist zur Zeit noch fraglich. Die Ärzte gehen von mindestens einem Jahr Genesungszeit aus. Ein herber Schlag auch für Kubicas Arbeitgeber Lotus Renault, der die Saison nun ohne seinen Top-Fahrer angehen muss. Bleibt die Frage, wer nun im Kubica-Auto Platz nehmen wird. Teamchef Eric Boullier ist noch dabei, den Schock zu verdauen und gab noch keine offizielle Stellungnahme zu einem potenziellen Ersatzmann ab. Klar ist aber auch, dass die Sache eilt: Die nächsten Testfahrten in Jerez de la Frontera stehen schon am Donnerstag (10. Februar) auf dem Programm, bis zum Start in Bahrain bleiben nur 12 Streckentage Vorbereitungszeit.

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Nick Heidfeld ist derzeit ohne Vertrag und könnte sofort in das Kubica-Cockpit einsteigen.

Der Formel 1-Markt hält zur Zeit einige freie Fahrer bereit: Nick Heidfeld ist beispielsweise noch ohne Vertrag. Für den Deutschen wäre das die Chance zum Wiedereinstieg in die Formel 1 – noch dazu in einem Top-Auto mit WM-Chancen. Weitere Kandidaten wären der Pirelli-Testfahrer Pedro de la Rosa und der vom Force India-Team geschasste Vitantonio Liuzzi. Auch Routinier Giancarlo Fisichella käme in Frage: Der 38-jährige Italiener kennt das Team, war von 2005 bis 2007 im Renault unterwegs.

Das Fachmagazin "Motorsport Total" hält die Beförderung eines Testfahrers aus den Renault-Reihen (Bruno Senna oder Romain Grosjean) für eher unwahrscheinlich, da die Renault-Verantwortlichen nach einem klaren Nummer-Eins-Fahrer suchten. In Frage käme allerdings der Deutsche Nico Hülkenberg, der derzeit nur einen Job als Testfahrer bei Force India hat. Der Hammer schlechthin wäre die Rückkehr von Kimi Räikkönen in die Formel 1. Der Finne habe zwar einen bestehenden WRC-Vertrag mit Citroën, sein Management habe zuvor jedoch auch bei Renault angefragt, wie das Magazin berichtet. Voraussetzung für den Wiedereinstieg des Weltmeisters von 2007 sei allerdings ein "Siegerauto" – und das könnte der neue Lotus Renault R31 durchaus sein.

Autor: Jan Kretzmann

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