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Formel 1: Nach Verstappen-Strafe

Morddrohungen gegen Mika Salo

Der Krach zwischen Red Bull und der FIA wegen Max Verstappens Strafe in Austin geht weiter. Einige Fans schlagen dabei nun über die Stränge.
Auch vier Tage nach der Strafe gegen ihn in Austin bleibt Max Verstappen dabei: "Ich denke weiterhin, es war nicht korrekt", sagt der Holländer zum Urteil, das ihn Platz drei beim USA GP kostete. Weil Verstappen im Zweikampf mit Kimi Räikkönen in der letzten Runde eine Kurve schnitt, brummten ihm die Regelhüter fünf Strafsekunden auf. "Viele Fahrer kürzen die Kurven ab oder fahren wie in Kurve 19 weit", rechtfertigt er sich. "Keiner wurde bestraft. Ich habe mir keinen Vorteil verschafft. Ich wollte Kontakt mit Kimi vermeiden. Und ihn natürlich überholen."
Auch vier Tage nach der Strafe gegen ihn in Austin bleibt Max Verstappen dabei: "Ich denke weiterhin, es war nicht korrekt", sagt der Holländer zum Urteil, das ihn Platz drei beim USA GP kostete. Weil Verstappen im Zweikampf mit Kimi Räikkönen in der letzten Runde eine Kurve schnitt, brummten ihm die Regelhüter fünf Strafsekunden auf. "Viele Fahrer kürzen die Kurven ab oder fahren wie in Kurve 19 weit", rechtfertigt er sich. "Keiner wurde bestraft. Ich habe mir keinen Vorteil verschafft. Ich wollte Kontakt mit Kimi vermeiden. Und ihn natürlich überholen."
Für Red-Bull-Berater Helmut Marko ist die Strafe ein Witz: "Eine ganz normale Rennsituation. Wir wollen ja spannende Rennen - wenn nicht, können wir gleich Playstation spielen!" Kurios: Verstappen hat sich den Rat seines Bosses offenbar zu Herzen genommen. Auf Formel 1 hatte er nach dem Ärger von Austin aber erst mal keinen Bock mehr. "Ich war in Houston, weil ich dort einen Termin hatte. Danach bin ich noch ein paar Tage geblieben und hab FIFA gespielt", verrät der 20-Jährige seine Frustbewältigung.

Mika Salo wurde nach der Strafe von "Fans" bedroht

Mittlerweile hat sich auch die FIA erklärt. Rennleiter Charlie Whiting verrät, dass die Entscheidung einstimmig gegen Verstappen gefällt wurde. "Es war ein klarer Fall. Max hat sich einen nachhaltigen Vorteil verschafft. Er hat Kimi nur überholt, weil er die Strecke abgekürzt hat und mit allen vier Rädern neben der Strecke war." Für Verstappens verbale Entgleisung danach erwartet die FIA eine Entschuldigung. Whiting: "Noch hat er sich nicht entschuldigt, aber es wäre besser, wenn er es täte."
Der Red-Bull-Pilot räumt mit Blick auf seine Kritik an den Stewards ("Idiot") zumindest ein: "Ich hätte sicher andere Worte benutzen können. Aber es war auch nicht direkt an jemanden gerichtet, sonst hätte ich ja Namen genannt." Das wollte Verstappen auch am Donnerstag in Mexiko nicht.
Allein: Einige seiner Fans haben ihr Ziel längst auserkoren. Denn Ex-F1-Pilot Mika Salo, der in Austin als Fahrer-Steward fungierte und damit zu den Entscheidungsträgern der Strafe gehörte, hat nach dem Rennen Morddrohungen von Verstappen-Anhängern erhalten! Salo fordert: "Drohungen gegen mich oder andere Rennkommissare sollten nicht toleriert werden."
Am Wochenende muss sich nun ein Deutscher auf polternde Verstappen-Fans gefasst machen, falls die Rennkommissare dem Holländer erneut eine Strafe erteilen. Neben Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen und dem ehemaligen IndyCar-Fahrer Felipe Giaffone gehört Gerd Ennser zum Rennsteward-Team für den Mexiko GP. Ennser ist Präsidiumsmitglied im Deutschen Motorsport Bund. Seit 2010 ist der gelernte Jurist und Rallyefahrer immer wieder für die FIA als F1-Steward im Einsatz.

Autor: ABMS

Fotos: Picture-Alliance

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