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Formel 1: Nach Verstappen-Verlängerung

— 22.10.2017

Wechselt Ricciardo zu McLaren?

Daniel Ricciardo ist 2018 die Königsfigur auf dem Fahrermarkt. Red Bull will ihn halten, er schaut sich um. ABMS analysiert: Wie geht es mit Ricciardo weiter?

Mit Shootingstar Max Verstappen hat Red Bull den Kontrakt gerade erst bis 2020 verlängert. Das Arbeitspapier von Daniel Ricciardo läuft aber Ende 2018 aus. Red-Bull-Berater Helmut Marko sagt zu ABMS: „Wir wollen auch Daniel behalten. Er und Max sind ein gutes Team, treiben sich gegenseitig an.“ Der Österreicher stellt bei Sky aber auch klar: „Daniel wollte sich jetzt bewusst auf den Markt werfen, schaut sich um. Max haben wir schon festgemacht, jetzt reden wir als nächstes mit ihm.“

Wie lange bleiben 'Mad Max' und 'Danny Ric' Kollegen?

Ricciardo selbst erklärt aber: „Ich glaube nicht, dass es bei mir so schnell etwas zu verkünden gibt.“ Der Australier stellt auch klar: „Ich habe zu nichts nein gesagt. Nächstes Jahr sitze ich zu 100 Prozent im Red Bull, danach werden wir sehen.“

Dass Shootingstar Verstappen bisweilen mehr im Rampenlicht steht, wurmt Ricciardo nicht. „Max kriegt in den Medien mehr Aufmerksamkeit - sicher zurecht, weil er für sein Alter viele Rekord gebrochen hat. Was aber die Arbeit im Team, neue Teile am Auto, etc. angeht, herrscht vollkommene Gleichberechtigung. Deswegen habe ich auch kein Problem damit.“ Zur Vertragsverlängerung seines Teamkollegen sagt er kühl: „Das hat mit mir nicht viel zu tun.“ Und trotzdem schaut sich Ricciardo nach Alternativen um...

ABMS bewertet Ricciardos Wechseloptionen:

Option eins: Ferrari. Dort schwingt Sebastian Vettel das Zepter und spätestens seit der Vertragsverlängerung des Deutschen bis 2020 scheinen die Türen in Maranello verschlossen. Der Australier ist der einzige Teamkollege, der Vettel je schlagen konnte (2014 bei Red Bull). Obwohl sich Vettel und Ricciardo abseits der Piste gut verstehen und gerne ihre Späße treiben, ist es unwahrscheinlich, dass der Heppenheimer einem Wechsel zustimmt.

Außerhalb des Autos ist die Beziehung zu Vettel prima

Auch Ricciardo sagt über ein mögliches Ferrari-Engagement: „Ich weiß nicht, ob die Menschen, auf die es bei Ferrari ankommt, das auch wollen. Ich werde immer wieder auf Ferrari angesprochen, aber ich habe das Gefühl, das Interesse kommt mehr von den Fans oder den Medien als von Ferrari selbst.“

Option zwei: Mercedes. Auch mit Silberpfeil-Superstar Lewis Hamilton kommt Ricciardo gut aus. Der Brite sagt über den Australier sogar: „Von seiner Art, seinem Auftreten und seinem Humor ist er derjenige im Fahrerlager, der mir irgendwie am nächsten ist.“ Das Problem: Zwar hat Mercedes' Nummer zwei Valtteri Bottas nur einen Vertrag für 2018, von hinten drängen aber schon die Junioren wie Esteban Ocon, Pascal Wehrlein und GP3-Meister George Russell.

Zuletzt in Japan spielte Ricciardo mit Hamiltons Handy

Dass Ricciardo sich gerne der „Herausforderung“ Hamilton stellen würde, daraus macht er keinen Hehl: „Lewis ist gerade auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Ich würde liebend gerne sehen, wie ich mich da schlage.“ Dann bringt Ricciardo aber selbst eine dritte Variante ins Spiel: „Gegen Seb hatte ich schon die Chance, gegen Max auch. Deswegen habe ich immer gesagt, dass Lewis oder Fernando die Jungs wären, gegen die ich gerne fahren würde.“

Option drei ist also McLaren! Das Krisenteam der letzten Jahre ist nach der Trennung von Honda gerade wieder im Aufwind, will ab 2018 mit Renault-Motoren die Spitzenteams angreifen. Interessant: Eben jene Renault-Treibwerke wird Red Bull zur Saison 2019 wohl nicht mehr haben - als Alternative steht Honda im Raum, B-Team Toro Rosso muss dafür nächstes Jahr als Testträger herhalten. Ob Red Bull nach 2018 also WM-reif ist, steht in den Sternen.

Ist McLaren wirklich eine Alternative für Ricciardo?

Auch deshalb wägt Ricciardo alle Optionen ab und nennt als Beispiel Lewis Hamilton: „Als er vor paar Jahren McLaren in Richtung Mercedes verlassen hat, gab es nicht wenige, die meinten das sei eine grandiose Fehlentscheidung. Jetzt hat er dort zwei Titel gewonnen. Als Fahrer musst du über die kommende Saison hinaus blicken.“ McLaren hält Ricciardo offenbar auch für einen schlafenden Riesen, wird deshalb vor allem die Entwicklung bei den Motoren genau beobachten und dann entscheiden. Zu bedenken gibt er allerdings schon jetzt: „Fernando ist auch nicht mehr der Jüngste. Er geht auf sein Karriereende zu...“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Hamilton Instagram

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