Formel-1-Nachrichten

Sebastian Vettel Sebastian Vettel

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— 10.10.2006

Wer macht das Rennen um Vettel?

Die Formel-1 Teams BMW und Red Bull rangeln um den jungen Shooting-Star. Wird der deutsche GP2-Pilot Timo Glock zum Nutznießer?

Der Kampf um den Heppenheimer Shooting-Star Sebastian Vettel (19) geht weiter. Nach vier teils glänzenden Auftritten als Freitagstester für BMW-Sauber droht dem Zweiten der F3 Euro Serie 2007 die Abkehr vom GP-Sport. Vettel will in der GP2 fahren.

BMW behält seine Rechte an dem Talent aber nur, solange er F1 fährt. Um Ersatz zu finden, wollte BMW Timo Glock (GP2) testen. Wegen der Handverletzung des Hessen aus dem Crash beim vorletzten Saisonrennen wurde die Probefahrt gekippt. "Sie soll nachgeholt werden", sagt BMW-Motorsportchef Dr. Mario Theissen. Laut eines BMW-Mitarbeiters ist Glock einziger Anwärter auf die Testfahrerrolle. Glock-Manager Hans-Bernd Kamps bestätigt Verhandlungen, sagt aber auch, dass es für seinen Schützling weitere Optionen gibt. "Wir reden auch mit anderen F1-Teams."

Gescheitert ist der Versuch von Adrian Sutil, bei BMW zu landen. Für eine Mitgift von sieben bis acht Millionen Dollar könnte er bei Spyker-Ferrari landen oder für 1,2 Millionen in der GP2. Vettel will über seine Zukunft erst nach der F3-Saison entscheiden. Falls BMW ihn nicht für die Formel-1-Aufgaben 2007 verpflichtet, gehen die Rechte an Vettel zurück an Förderer Red Bull. Dieses Problem will Vettel nun selbst lösen: "Ich bin mein eigener Manager."
Es gilt als sicher, dass Vettel über kurz oder lang beim Münchener Hersteller landet. Der hatte 2005 auch Nick Heidfeld trotz Williams-Option für 2006 verpflichtet. Williams ließ die Option sausen. "So ähnlich könnte es auch mit Vettel laufen", sagt ein BMW-Mann.

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