Richard Verschoor

Formel 1: Nachwuchstalent Verschoor

— 19.05.2016

Hier kommt der nächste Verstappen

Red Bull hat seinen Nachwuchspool erweitert: Formel-4-Pilot Richard Verschoor ist der nächste motorsportliche Rohdiamant aus den Niederlanden.

Er schaut schüchtern drein, mit einem bubenhaft verschmitzten Lächeln auf den Lippen, wie Omas lieber Enkel von nebenan. Aber kaum setzt er den Helm auf, zieht sich die Rennhandschuhe an und klappt das Visier nach unten, gibt es kein Halten mehr: Dann gibt der 15-jährige Richard Verschoor richtig Gas. Das fiel auch Red-Bull-Talentscout Dr. Helmut Marko ins Auge: Er nahm ihn daher in das Juniorprogramm von Red Bull auf.
Jubel bei Red Bull: "Verstappen kein Vettel-Klon"

In Holland wird Verschoor schon als nächster Max Verstappen gefeiert. Es ist erstaunlich, wie viele Talente die Niederlande in den letzten Jahren hervorbrachte: Es ist immer noch ein Rätsel, wie ein solcher Nachwuchsstar wie Robin Frijns keinen Stammvertrag in der Formel 1 ergattern konnte. Max Verstappen startet mit der Beförderung von Toro Rosso zu Red Bull so richtig durch. McLaren hat Nyck de Vries als Junior im Nachwuchsprogramm. Und jetzt kommt noch Verschoor.

Richard Verschoor will es seinem Landsmann Max Verstappen gleichtun

Im Kartsport überzeugte er auf ganzer Linie: Die deutsche Kartmeisterschaft gewann er souverän, in der Weltmeisterschaft wurde er nur von Nicklas Nielsen geschlagen. 2016 fährt Verschoor seine ersten Formel-Rennen – und hat ein Mammutprogramm vor sich: Er fährt in der nordeuropäischen Formel-4-Meisterschaft, wo er im Rahmenprogramm des Russland GP Marko überzeugen konnte. Er fährt in der französischen V-de-V-Meisterschaft einen Tatuus-Renault. Er fährt für Bhaitech auserwählte Rennen zur italienischen Formel 4. Und er wird in der deutschen Formel 4 an drei Rennwochenenden auch Mick Schumacher einheizen. Dabei fährt er im Team Motopark, bei dem gerade Rennlady Sophia Flörsch die Zuschauer begeistert. Verschoor selbst gibt sich zurückhaltend: „Schön, dass das jetzt geklappt hat. Als ich mit dem Rennsport angefangen habe, hatte ich die Formel 1 gar nicht im Sinn. Ich wollte einfach nur etwas Zeit mit meinem Vater verbringen.“ Der schraubte die ersten zwei Jahre selbst am Kart des Filius. Jetzt legen längst professionelle Mechaniker die Hand an. Man sieht es dem smarten Buben nicht an: Aber sie schrauben am Rennwagen eines künftigen Formel-1-Piloten.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Red Bull

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