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Formel 1: Nächstes Honda-Debakel

— 12.06.2017

Alonso badet in der Fan-Menge

Fernando Alonso scheidet auch beim Kanada-GP aus und klettert dann auf die Zuschauertribüne. Die Fans feiern den Spanier. Hoffnung auf Mercedes.

Hunderte Zuschauer auf der Tribüne rasten aus: Plötzlich steht Formel-1-Star Fernando Alonso mitten unter ihnen und lässt sich feiern. Für einen Ausfall! „Als ich auf der Tribüne war, dachte ich, dass ich da gar nicht mehr wegkomme und den ganzen Nachmittag dort verbringe. Wir haben so viel Unterstützung aus Kanada, da wollte ich etwas zurückgeben“, so der zweimalige Formel-1-Champion.

Zuvor fiel Alonso aus. Mal wieder mit Motorschaden. Zum fünften Mal im sechsten Rennen. Den Spanier kann langsam nichts mehr schocken. Er kennt die Tragödie aus allen Perspektiven: Ausfall noch in der Einführungsrunde wie in Russland, oder Ausfall drei Runden vor Schluss nach einem harten Fight in den Punkterängen wie in Kanada oder zuvor in Bahrain. Die Honda-Misere zerstört Alonsos Karriere-Statistik: 53 Ausfälle hat er inzwischen verkraften müssen, 16 allein seit seinem McLaren-Honda-Abenteuer 2015. Jetzt ist er auf WM-Rang 19 abgerutscht, nur in der ersten Saison 2001 im unterlegenen European-Minardi war er noch schlechter (23.).
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Auch im Training streikte sein Motor

Alonso tröstete sich vor zwei Wochen mit einer Teilnahme beim Indy 500. Aber: Auch dort platzte sein Honda-Motor, nachdem er mehrmals die Führungsposition inne hatte. Jetzt gibt es nur noch zwei Trost-Pflaster. Zum einen: Es geht schlimmer. Andrea de Cesaris schied von Australien 1986 bis Kanada 1988 gleich 22 Mal in Folge aus. Dabei fuhr er für drei verschiedene Teams (Minardi, Brabham, Rial) und für drei verschiedene Motorhersteller (Motori Moderni, BMW, Ford). Seine 148 Ausfälle insgesamt sind bis heute ein Rekord. Zweiter Trost: Wie ABMS bereits mehrfach exklusiv berichtete, wird McLaren 2018 mit Mercedes-Motoren fahren und das dreijährige Honda-Klagespiel beenden. Die Verkündung des Deals soll nicht mehr lange auf sich warten lassen. Alonso niedergeschlagen: „Der Speedunterschied auf den Geraden war gefährlich!“ 27 km/h war er im McLaren-Honda langsamer als der schnellste Mann auf der Geraden, Sebastian Vettel (Ferrari).

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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