Nürburgring

Formel 1: Neue Krise am Nürburgring?

— 20.08.2014

Käufer wehrt sich gegen Gerüchte

Bahnt sich am Nürburgring die nächste Krise an? Investor Capricorn hat eine Rate nicht gezahlt - der Firmenchef erklärt AUTO BILD MOTORSPORT warum.

Schon wieder Unruhe am Nürburgring. Einem Bericht der Rheinzeitung zufolge hat die Düsseldorfer Firma Capricorn die zweite Rate des Kaufpreises in Höhe von fünf Millionen Euro (insgesamt 77 Mio Euro) nicht bis zum vereinbarten Termin am 31. Juli auf das Treuhandkonto der Insolvenzverwalter überwiesen. Die Zeitung spricht von einer "neuen Krise am Ring“. AUTO BILD MOTORSPORT fragte bei Robertino Wild nach. Der Capricorn-Chef räumt ein: „Es stimmt, dass die zweite Rate noch nicht überwiesen wurde. Allerdings ist das in Absprache mit dem Verkäufer passiert.“ Hintergrund: Die Europäische Kommission hat den Verkauf des Nürburgrings noch immer nicht durchgewunken. Es geht um Subventionen in Millionenhöhe und einen vorurteilsfreien Verkaufsprozess.

Aufregung unbegründet

Robertino Wild (li.) nahm gegenüber ABMS Stellung zu der bis dato nicht getätigten Zahlung Capricorns

Wild weiter: „Wir waren beim Aufsetzen des Vertrages einfach davon ausgegangen, dass die Entscheidung der EU-Kommission vor dem zweiten Fälligkeitstermin eintritt. Da hat uns die Wirklichkeit überholt. Deshalb haben wir uns einvernehmlich geeinigt, dass vorerst kein weiteres Geld auf dem Treuhandkonto geparkt wird.“ Wild wehrt sich gleichzeitig gegen Spekulationen, seine Firma sei nicht flüssig. „Die Aufregung ist unbegründet“, sagt er. „Das ist ein völlig normaler Vorgang, durch den niemandem ein Schaden entsteht.“ Von einer Krise sei man am Ring weit enfernt. Wild: „Im Gegenteil: Das operative Geschäft läuft sehr gut.“ Die negative Berichterstattung bezeichnet er hingegen als "Nackenschlag".

Zielsetzung des Vertrages intakt

Wilds Aussagen werden vom Pressesprecher der Insolvenzverwalter, Pietro Nuvoloni, gegenüber ABMS bestätigt: „Es ist tatsächlich noch kein Geld geflossen, aber das ist untereinander so vereinbart worden. An der Zielsetzung des Vertrages wird nicht gerüttelt.“ Die Entscheidung der EU-Kommission stehe noch aus, weil die Kommissare turnusgemäß gewechselt haben. Das habe man bei Vertragsabschluss einfach nicht bedacht.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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