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Formel 1: Neue Motoren 2021

— 14.06.2017

Wie sieht die nächste Motorformel aus?

Mit welchen Motoren fährt die Formel 1 im nächsten Jahrzehnt? Die Hersteller durften bis zuletzt ihre Vorschläge einreichen. Ein Konsens scheint da zu sein.

Nie war die Motorenfrage in der Formel 1 schwieriger. Die Hersteller steigen alle auf den Elektro-Zug auf, die Formel E kann einen Automobilkonzern nach dem anderen begrüßen. Schon jetzt sind es mehr als doppelt so viel wie in der Formel 1 – Tendenz: steigend. Wasserstoffantriebe und Brennstoffzelle sollen im nächsten Jahrzehnt ebenfalls eine große Rolle spielen. Wo positioniert sich da die Formel 1?

Die Formel-1-Fans sind mit dem Downsizing der Motoren mehrheitlich unzufrieden, auch wenn die komplexen Turbo-Hybrid-Motoren rund 1000 PS leisten und dazu so sparsam sind wie nie zuvor. Sie bemängeln vor allem den leisen Sound.  Zurück zu den V8-Motoren – oder gar noch größere V10 oder V12-Aggregate – wird es aber wegen dem Zahn der Zeit nicht mehr gehen.
Weitere Details zu den neuen Motoren: Hier

Und schließlich bleibt die Frage: Wie viel Einfluss darf der Motor haben? In den letzten Jahren entschied er die Weltmeisterschaft. Davor, von 2008 bis 2013, spielte er fast gar keine Rolle – zum Unmut der Hersteller. Denn dann verlagert sich der technische Wettbewerb noch mehr auf die Aerodynamik und darauf haben die Hersteller oft keinen direkten Einfluss. Und sie ist nicht werberelevant.

Ross Brawn feilt am neuen Motorformat

Trotzdem soll bis Ende des Jahres das neue Motorkonzept der Formel 1 gefunden werden. Es soll von 2021 bis 2025 gelten. Bis Ende Mai durften die Hersteller eigene Vorschläge einreichen, die jetzt ausgewertet werden. Die Basis der aktuellen Triebwerke soll demnach bestehen bleiben. Also 1,6 Liter Hubraum, sechs Zylinder, dazu Turbotechnik und ein Energierückgewinnungssystem.

Um den Lärmpegel zu erhöhen, könnten aber bald zwei statt nur noch eine Turboturbine eingebaut werden. Dazu dürfte die MGU-H wegfallen, also das System, dass aus Abgaswärme einen Elektro-Motor  gespeist hat. Damit können gleichzeitig auch Kosten gespart werden.

Die MGU-K, also die Bremsenergierückgewinnung soll bleiben. Eventuell wird sie sogar mit einem zweiten System an der Vorderachse ausgeweitet. So ist zum Beispiel auch der LMP1-Prototyp von Toyota für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans aufgebaut. Auf jeden Fall soll künftig wesentlich mehr Energie über die Bremsen zurückgewonnen werden, weil die MGU-H ja wegfallen wird und rund 1200 PS angepeilt werden.

Offen ist noch, wie viele Teile vereinheitlicht werden. Einen Einheitsmotor will keiner, ausufernde Kosten jedoch auch nicht. Mit mehr Einheitsbauteilen sollen zudem unabhängige Motorhersteller wie Ilmor oder Cosworth zurück in die Formel 1 geholt werden. Denkbar wäre die Vereinheitlichung der MGU-K, der Batterie und des Turboladers.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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