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Formel 1: Neue Motoren Ferrari und Mercedes

Bottas und Hülkenberg mit Strafen

Nach der Sommerpause rüsten Mercedes und Ferrari mit neuen Motoren auf. Valtteri Bottas und Nico Hülkenberg müssen in der Startaufstellung zurück.
Ferrari und Mercedes rüsten im WM-Kampf auf. Beim Belgien-GP bringen beide ihre dritte Motorenspezifikation an den Start. Das ist ein mutiger Schritt. Immerhin muss der Motor neun Rennen halten – wenn sie eine Strafe verhindern oder im WM-Endspurt nicht wieder auf eine ältere Version zurückgreifen wollen. Ferrari hat das neue Triebwerk schon in Ungarn von den Kunden Haas und Sauber testen lassen – mit Erfolg. Mehr PS, bessere Fahrbarkeit, ein großer Schritt vorwärts.
Mercedes muss da mitziehen. Das hat für Valtteri Bottas allerdings Konsequenzen. Er fuhr in Ungarn bereits mit seinem dritten Motor, Turbolader und MGU-H (Energierückgewinnungssystem am Abgastrakt). Mehr sind straffrei nicht erlaubt. Daher muss er jetzt, wo er Antrieb Nummer vier bekommt, in der Startaufstellung nach hinten. Ein Rückschlag für Mercedes, Vorteil für Ferrari und Vettel. Damit ist schon mal ein potenzieller Gegner in Belgien so gut wie ausgeknockt.

Vettel bekommt in Spa einen neuen Motor

Bottas wird aber Gesellschaft in der letzten Reihe bekommen. Auch Nico Hülkenberg darf einen frischen Motor einbauen. Anders als bei Bottas ist das keine neue Ausbaustufe. Aber aus Zuverlässigkeitsgründen muss der Antrieb trotzdem getauscht werden. Spätestens in Singapur will Renault ebenfalls ein neues Update bringen. Dann muss Hülkenberg wieder zurück. Doch der neue Motor soll dann die PS-Lücke zu Ferrari und Mercedes schließen. Das wäre ein enormer Schritt. Red Bull schätzt den PS-Nachteil derzeit auf rund 40 PS.
Die meisten Antriebseinheiten hat übrigens auch dieses Jahr wieder Honda gebraucht. Brendon Hartley fährt schon mit dem sechsten Verbrennungsmotor, Pierre Gasly immerhin mit dem fünften. Auch bei allen anderen Teilen (Turbolader, Batterie, Steuereinheit, MGU-H und MGU-K) hat Honda das Kontingent längst deutlich überschritten. Das liegt aber nicht an der Unzuverlässigkeit des Antriebs. Honda nimmt Strafversetzungen bewusst in Kauf, um mehrere Upgrades zu testen und so für 2019 und das erste Jahr mit dem Mutterteam Red Bull bestens vorbereitet zu sein.
Es wird wohl kaum einen Fahrer geben, der ohne Strafe über die Runden kommt. Auch die beiden Titelrivalen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton wird es mit Strafen noch treffen. Beide fahren jetzt am Limit, dürften kein Teil mehr tauschen. Das Risiko werden Ferrari und Mercedes aber nicht eingehen. Eine Rückversetzung in der Startaufstellung ist nur halb so schlimm wie ein Ausfall im Rennen. Denn die Überlegenheit gegenüber den Mittelfeldteams ist so groß, dass auch mit Strafversetzung mindestens noch ein fünfter oder sechster Platz drin ist.

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Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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