Formel 1

Formel 1: Neue Regeln beschlossen

— 26.04.2017

Weg mit T-Flügel, Heckflossen und Halo

Bei einem Treffen der Strategiegruppe und der Formel-1-Kommission in Paris wurden einzelne Neuerungen beschlossen. Der Halo-Sicherheitsbügel ist beerdigt.

Mit dem neuen Formel-1-Besitzer Liberty Media geht ein neuer Ruck durch die Königsklasse. Erstmals nahm auch der neue F1-Geschäftsführer Chase Carey an der Sitzung der Strategiegruppe teil. Das Treffen endete mit einigen Beschlüssen. Einer davon: Zwar sind auch künftig nur je sechs Vertreter der Formel-1-Vermarktung, der FIA und je ein Vertreter von Ferrari, Mercedes, Red Bull, McLaren, Williams und dem besten verbliebenem Team (derzeit Force India) stimmberechtigt, aber auch die vier restlichen Rennställe dürfen am Treffen der für das Reglement entscheidende Strategiegruppe teilnehmen. Beschlossen wurde außerdem:

1. Schon ab dem Spanien-GP sollen die Namen und Startnummern der Fahrer auf den Autos besser lesbar sein. Details zur Umsetzung wurden nicht verkündet. Damit versucht Liberty Media Elemente aus dem US-Sport einzuführen. In der NASCAR sind die Startnummern extrem groß und populär.

Windschutzscheiben statt Halo-Systeme für die Formel 1

2.
Der Cockpitschutz Halo, also der Bügel über der Cockpitöffnung, die den Fahrer vor herumfliegenden Teilen schützen soll, wird 2018 nicht eingeführt. Stattdessen setzt die Formel 1 auf das neue Shield-Konzept, das der FIA-Sicherheitsdirektor Laurent Mekies entwickelt hat. Dabei handelt es sich um eine schon vor der Cockpitöffnung beginnende und extrem flache Windschutzscheibe. Noch in dieser Saison sollen damit erste Tests durchgeführt werden.

3. Die optisch wenig ästhetischen Heckflossen am hinteren Ende der Motorhaube sowie die T-Flügel vor den eigentlichen Heckflügeln werden 2018 ebenfalls verbannt. Dazu wird das technische Reglement im Bereich der Motorabdeckung neu definiert.
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4. Nach Rennabbrüchen mit der Roten Flagge wird ab 2018 stehend gestartet – nicht wie aktuell hinter dem Saftey-Car. Schon in diesem Jahr wird nach Saftey-Car-Starts im Regen stehend losgefahren.

5. Öle dürfen ab 2018 nicht mehr mit Additiven dahingehend getunt werden, dass sie als Treibstoff genutzt werden können. Angeblich hätte Mercedes in den letzten Jahren damit die Motorleistung zumindest kurzfristig erhöhen können. Es ist pro Wochenende auch nur noch eine Spezifikation an Ölen erlaubt.
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6. Pirelli darf bei Regenreifen-Tests für 2018 die Formel-1-Flitzer bis 2016 verwenden.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance / Getty Images

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