Formel 1: Neuer Mercedes-Motor

— 04.02.2013

Mercedes V6-Turbo für 2014

Mercedes ist früh dran. Das neue Formel 1-Regelement schreibt zwar erst ab 2014 kleinere Motoren vor, doch der Rennstall hat schon jetzt sein verändertes Aggregat vorgestellt.



Mercedes stellte jüngst als erster Rennstall sein Formel 1-Triebwerk für die Saison 2014 vor. Das neue Aggregat hat entsprechend des ab 2014 geltenden Reglements zwei Zylinder und 0,8 Liter Hubraum weniger. Anstelle eines 2,4-Liter-V8 werden die Boliden der Königsklasse künftig von einem V6 mit 1,6 Litern Hubraum angetrieben. Das daraus entstehende Leistungsdefizit wird gleich doppelt kompensiert. Zum einen kehrt die Turboaufladung in die Formel 1 zurück. Außerdem nimmt die Leistung des Energy Recovery System (ERS) zu.

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Trotz weniger Hubraum und sechs anstelle von acht Zylindern leistet der V6-Motor dank Turbo und ERS soviel wie die heutigen V8-Aggregate.

Nach dem ab 2014 geltenden Regelwerk können die Piloten etwa zehn Mal soviel Energie pro Runde zurückgewinnen. Bei Bedarf kann die Energie über einen Zeitraum von maximal 33,3 Sekunden pro Runde wieder abgerufen werden (bisher 6,7 Sekunden). Im Gegensatz zum aktuellen System wird nicht nur kinetische Energie über einen Generator von der Hinterachse abgeleitet. Zusätzlich nutzt die neue Technik thermische Energie, die über die Abwärme des Turboladers generiert wird. Etwa 160 PS Leistung stellt das ERS-System so bereit, rund doppelt soviel wie das aktuelle Kinetic Energy Recovery System (KERS). In Kombination mit dem V6-Turbo wird eine Leistung von etwa 750 PS erreicht. Das entspricht der Power der jetzigen Achtzylinder-Aggregate.

Weitere Informationen: Die Turbozukunft der Formel 1

Für die Ingenieure stellen sich bei der Entwicklung neue Anforderungen in Sachen Sparsamkeit und Haltbarkeit.

Neue Anforderungen stellen sich auch beim Verbrauch und der Standfestigkeit. Fortan dürfen maximal 100 Kilogramm Sprit mit ins Rennen genommen werden. Bisher sind rund 150 Kilogramm üblich, ein festgelegtes Limit gibt es nicht. Außerdem muss die Saison mit fünf anstelle von acht Aggregaten bestritten werden. Die Renndistanz, die jeder Motor nun durchhalten muss, erhöht sich dadurch von gut 2000 auf 4000 Kilometer. Die Zuschauer bekommen die neue Technik vor allem zu hören. Der Sound der Motoren ändert sich nicht nur aufgrund der verringerten Zylinderzahl. Durch die Reduzierung der Maximaldrehzahl von 18.000 auf 15.000 Umdrehungen pro Minute werden die Motoren auch leiser. Diesen Effekt verstärkt der Turbolader, der konstruktionsbedingt wie ein Schalldämpfer wirkt.

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