Formel-1-Neuerungen für 2007

Formel-1-Neuerungen für 2007

— 17.07.2006

Ecclestone rotiert

Ab 2007 soll die Königsklasse des Motorsports nur noch einmal pro Jahr nach Deutschland kommen. In Italien fliegt wohl Imola aus dem Kalender.

Für Michael Schumacher und die deutschen Fans bricht ein neues Formel-1-Zeitalter an. Nach dem Willen von Promoter Bernie Ecclestone soll aller Voraussicht nach schon ab 2007 nur noch ein Rennen in Deutschland stattfinden. Für Schumacher könnte das "Heimspiel" in Hockenheim am 30. Juli 2006 somit das letzte dieser Art sein. Da die deutschen Rennstrecken keinen Gewinn mehr mit der PS-Show erzielen, soll eine jährliche Rotation ausgerechnet mit dem alten Rivalen Nürburgring die Zukunft beider Veranstaltungen langfristig sichern.

Auch Italien soll ein Rennen verlieren, der Traditionskurs Monza bleibt sicher im Kalender, Imola droht das Aus. Dafür kehrt Michael Schumachers Lieblingsrennen in Spa (Belgien) 2007 nach der aktuellen Pause wieder zurück. Ecclestone bestätigte die Absicht, in der kommenden Saison in Deutschland und Italien jeweils einen Grand Prix zu streichen. "Das ist unser Plan, daran arbeiten wir", sagte der Brite in Magny-Cours.

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk begrüßt den Ecclestone-Plan. "Wenn man die Zuschauersituation betrachtet und die Entwicklung der Formel 1 weltweit sieht, halte ich eine Rotation für sehr sinnvoll", sagte der mächtigste Mann im deutschen Automobilsport dem Sport-Informations-Dienst (sid). Tomczyk ist einer der Vize-Präsidenten des Automobil-Weltverbandes FIA und Mitglied des FIA-Weltrates.

Laut Tomczyk könnten die Namen der beiden Rennen unverändert bleiben: "Ein Großer Preis von Europa auf dem Nürburgring und der Große Preis von Deutschland in Hockenheim." Der ADAC-Sportchef ist überzeugt, daß langfristig beide deutschen Rennstrecken von einer Rotation profitieren. Tomczyk: "Ich stehe voll und ganz hinter dem Ecclestone-Vorschlag. Eine Rotation ist notwendig und vernünftig."

Nach der Rekordzahl von 19 Rennen im vergangenen Jahr umfaßt der Formel-1-Kalender 2006 insgesamt 18 Grand Prix. Daran will Ecclestone künftig festhalten. Somit müßte eine Veranstaltung neu aufgenommen werden, falls Hockenheim und Imola wirklich gestrichen werden. Im Gespräch ist derzeit ein zweites Rennen in Japan (Fuji), die Rückkehr Mexikos oder die Premiere Südkoreas. Auch Indien und Singapur sind Kandidaten für die ferne Zukunft.

Nachdem in den vergangenen Jahren China, Bahrain und die Türkei aufgenommen worden sind, gab es in dieser Saison kein Debüt-Rennen. Völlig offen ist derzeit die genaue Gestaltung des WM-Kalenders 2007. In diesem Jahr wurde die Saison zum ersten Mal in Bahrain eröffnet, doch 2007 könnte Melbourne wie in den Jahren zuvor wieder den ersten Grand Prix ausrichten. Allerdings könnte auch die Reihenfolge von diesem Jahr beibehalten werden, wofür sich schon einige Teamchefs ausgesprochen haben.

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