USA

Formel 1: Neues Team stellt sich vor

— 07.11.2014

Die Amerikaner kommen

2016 steigt Gene Haas mit einem Team in die Formel 1 ein. Der US-Milliardär erklärt im Exklusivinterview mit AUTO BILD MOTORSPORT sein Projekt.

Nach dem Wegfall von Marussia und Caterham fahren in der Formel 1 derzeit nur noch neun Teams. Spätestens 2016 sind es wieder zehn, denn dann steigt der US-Milliardär Gene Haas mit einem eigenen Team in die Königsklasse ein. Doch warum macht der erfolgreiche Unternehmer überhaupt mit, bei der aktuell Krisengeschüttelten Formel 1, die sich schon für viele Investoren als Millionengrab entpuppt hat? „Für mich ist es ein Businessmodell“, stellt Haas im Exklusivinterview mit AUTO BILD MOTORSPORT klar. „Der Motorsport ist eine Plattform, mein Hauptgeschäft, den Bau von Fräsmaschinen, zu promoten. Ich mache das schon längere Zeit in der NASCAR.“

Formel 1 ist kein Spielzeug

Der Rennstall setzt auf Ferrari-Motoren: Gene Haas (r.) neben seinem designierten Teamchef Günther Steiner

Und das mit Erfolg. 2011 wurde er in Amerikas größter Rennsportserie Meister mit seinem Stewart-Haas-Team. Nun will Haas auch die Formel 1 erobern und nimmt dieses Projekt durchaus ernst. „Für mich ist die Formel 1 nicht nur ein teures Spielzeug wie für einige andere Millionäre. Ich mache das in der NASCAR schon seit Jahren und muss es jetzt nur auf die Formel 1 übertragen. Und ich denke, darin werde ich erfolgreich sein“, so der Amerikaner. Damit ihm dieses Unterfangen auch gelingt, wurde in Kannapolis (North Carolina) gerade ein neues Fabrikgebäude für den Rennstall gebaut. Im gleichen Bundesstaat nutzt das Team den hochmodernen Windshear Windkanal in Concord.

Auch ein Standort in Europa

Doch damit das Projekt nicht floppt, wie vor einigen Jahren der erste Versuch eines USF1-Teams von Peter Windsor, baut Haas auch auf den Standort Europa. „In England sollen die Autos zumindest für die europäischen und asiatischen Rennen zusammengebaut und gewartet werden“, verrät der Teamgründer. „Unser Hauptquartier bleibt aber in Kannapolis. Wir sind also ein echtes amerikanisches Team.“

US-Fahrer vorerst unrealistisch

Kommt dann auch ein amerikanischer Fahrer? „Das wäre ein Plus“, findet Haas, räumt aber ein: "Realistisch gesehen wird das schwer. Denn er wäre wohl eher ein Neuling.“ Einzig und allein Ex-Caterham-Tester Alexander Rossi und GP2-Pilot Conor Daly sind derzeit überhaupt im Dunstkreis der Formel 1 - als Teamleader für einen neuen Rennstall taugen beide nicht. Haas: „Wir brauchen erfahrene Piloten, die uns helfen können, das Auto zu entwickeln und zu lernen.“ Gerüchteköche hatten deshalb zuletzt schon Adrian Sutil in Haas’ Team geschrieben. Nach ABMS-Informationen hat der Deutsche bei Haas aber keine Chance. Das komplette Exklusivinterview mit Gene Haas und welche ehrgeizigen Ziele sich der Amerikaner in der Formel 1 gesetzt hat, lesen Sie in der neuen AUTO BILD MOTORSPORT – die neue Ausgabe ist ab heute als Heft im Heft in AUTO BILD überall am Kiosk erhältlich.

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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