Die besten Bilder aus Japan

Formel 1: Neues Video vom Vettel-Crash

Stroll doch nicht schuld an Kollision?

Neue Bilder aus der Onboardkamera bringen weitere Details vom Crash zwischen Lance Stroll und Sebastian Vettel in Sepang ans Licht. Das Video hier:
Diese Aufnahmen rücken Sebastian Vettels kuriosen Crash mit Lance Stroll auf der Auslaufrunde in Sepang in ein anderes Licht: Im Vorfeld des Japan GP in Suzuka wurden vom britischen TV-Sender Sky Sports nun erstmals die Onboard-Aufnahmen von Strolls Williams veröffentlicht. Dabei zu sehen: Der Kanadier behält beim Durchfahren von Kurve fünf stets einen konstanten Lenkwinkel nach links bei, lenkt sogar in letzter Sekunde noch von Vettel weg als der Ferrari neben ihm aufkreuzt.

Lance Stroll wehrt sich gegen die Rolle als Buhmann

Direkt nach dem Rennen hatten Vettel und auch viele Experten die Schuld für den ungewöhnlichen Unfall in erster Linie bei Stroll gesehen - die Rennstewards sprachen allerdings keine Strafen aus, weil keinem Fahrer ein eindeutiges Fehlverhalten nachgewiesen werden konnte. Damit hatten die Regelhüter recht, obwohl ihnen die nun veröffentlichten Onboard-Aufnahmen Strolls bei ihrer Bewertung noch nicht zur Verfügung standen. Der Grund: Die Bilder konnten erst nach dem Ausbau der Kamera aus Strolls Auto ausgelesen werden.
Das komplette Video mit der Analyse und allen Onboard-Aufnahmen sehen Sie hier.
Für Ex-F1-Pilot und TV-Experte Johnny Herbert steht nach Durchsicht der Aufnahmen sogar fest: "Sebastian ist ihm effektiv reingefahren." Den Eindruck, den die Bilder des hinter beiden fahrenden Haas von Romain Grosjean erweckten - dass Stroll sogar nach rechts lenkte - widerlegen die Sky-Aufnahmen von den Handbewegungen des Williams-Piloten. Der Grund für die optische Täuschung: Grosjean lenkte noch deutlich schärfer nach links als der Kanadier.
Stroll selbst war indes wenig überrascht, dass die neuen Aufnahmen ihn entlasten. "Ich habe ja von Anfang an gesagt, dass ich dafür definitiv keine Schuld auf mich nehmen werde", zeigt sich der Kanadier unbeeindruckt.

Nur noch Schrott: Das Heck von Vettels Ferrari

Vettel hatte direkt nach der Kollision in Malaysia berichtet: "Ich denke, dass er nicht in seine Spiegel geschaut hat. Er hat mir gesagt, dass er Gummi aufgesammelt hat - aber das rechtfertigt noch nicht, dass man seine Richtung ändert und in jemanden reinfährt."
Immerhin: Glimpflich verlief die Aktion für Vettel trotzdem, denn wie Ferrari im Vorfeld des Japan GP mittteilte, muss das Getriebe an seinem Ferrari nach dem Crash nicht gewechselt werden. Andernfalls hätten Vettel fünf Strafplätze in Suzuka gedroht.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Sky Sports Twitter / F1

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