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Formel 1: Newsticker

Wird die blaue Flagge abgeschafft?

Alle wichtigen News der Königsklasse im Überblick. NEU: Wird die blaue Flagge abgeschafft?
+++ Die blaue Flagge könnte abgeschafft werden: Die blaue Flagge könnte in der Formel 1 bald Geschichte sein. Andeutungen kommen vom FIA-Renndirektor Charlie Whiting: „In der Formel 1 ist die blaue Flagge bei vielen Fahrern und Teams unbeliebt. Deshalb diskutieren wir, ob sie abgeschafft werden soll. So eine Entscheidung muss aber reiflich durchdacht werden. Die Chance der Abschaffung liegt bei unter 50 Prozent. Aber das ist nur eine Schätzung meinerseits.“ 
Was hätte das für Folgen? Die Piloten müssten teilweise wieder richtig kämpfen, um an Hinterbänklern vorbeizukommen. Das wäre super für die Show. Außerdem würde der Kampf um den Sieg in einigen Szenarien wieder enger werden, wenn Fahrer sich etwa schwer tun, langsamere Piloten zu überrunden. 
Unfair für die vorderen Fahrer wäre das nicht. Denn: In der Regel lassen die überrundeten Piloten die Führenden schnell durch, um selber keine Zeit in sinnfreien Zweikämpfen zu verlieren und dabei womöglich die eigenen Reifen zu sehr zu belasten. 
Die Geschichte der blauen Flagge geht übrigens bis zur Vorkriegszeit zurück. So lange ist sie im GP-Sport schon im Einsatz. Allerdings wurde sie früher nur geschwenkt, um langsamere Fahrer darauf aufmerksam zu machen, dass sich schnellere Piloten von hinten nähern. Damals galt sie lediglich als Empfehlung, Platz für die Führenden zu machen. Erst seit 1995 wurde im Reglement verankert, dass Fahrer, denen die blauen Flagge gezeigt wird, für den überholenden Konkurrenten Platz machen müssen.
+++ Die Formel 1 dürfte ab 2019 noch spannender werden! Grund: Die Strategiegruppe hat gestern neue Regeln für 2019 ratifiziert, die das Überholen erleichtern sollen. Dabei geht es hauptsächlich um Änderungen der Aerodynamik. So sollen der Frontflügel vereinfacht, die komplizierten Aufbauten an den seitlichen Endplatten und Winglets an den vorderen Bremsbelüftungen verboten werden. Ziel: weniger sensible Autos beim Hinterherfahren.
 
Verabschiedet wurde zudem eine Vergrößerung der Heckflügel-Endplatte. Das soll den DRS-Effekt verstärken. Statt 20 km/h mehr Topspeed soll der verstellbare Heckflügel nun 25 km/h bringen.
Die Ideen hat eine von Liberty Media installierte Arbeitsgruppe um den früheren Williams-Technikchef Pat Symonds vorgelegt. Sie wurden auf Basis des Datenmaterials von acht Teams mit Computersimulationen entwickelt. Allerdings haben angeblich nur Mercedes, Force India, Sauber und Williams zugestimmt. Das reichte aber für eine Mehrheit innerhalb der Strategiegruppe.
+++ Neue Halo-Bestimmungen: Das Formel-1-Regelwerk ist ein dickes Buch. Selbst für die Rückspiegel gibt es mehrere festgeschriebene Paragraphen. So darf ein Spiegel nicht größer als 150 mal 50 Millimeter sein. Und ein Fahrer muss durch den Rückspiegel einen Sehtest bestehen, in dem FIA-Sicherheitsdelegierte hinter dem Autos Schilder mit Nummern und Buchstaben halten. Jetzt hat Nikolas Tombazis, Technikchef der FIA-Formelkommission, in einem Schreiben erklärt, dass ab sofort die Rückspiegel auch am Cockpitbügel Halo angebracht werden dürfen. Der Schutzbügel wurde 2018 neu eingeführt.
+++ Haug glaubt an Mercedes: Wie schätzt Norbert Haug, der frühere Mercedes-Sportchef, die Saison 2018 ein?
+++ Nico Rosberg gründet Nachwuchsakademie: Der Weltmeister von 2016 Nico Rosberg agiert jetzt als Nachwuchsförderer. Er hat mit der „Rosberg Young Drivers Academy“ seine eigene Nachwuchsakademie gegründet. „Heute ist ein besonderer Tag für mich, denn ich rufe die ‚Rosberg Young Driver Academy’ ins Leben. Ich hoffe, wir können einen zukünftigen Champion fördern“, schreibt der Wahlmonegasse auf Twitter. Mit Taylor Barnard (13, Großbritannien) und Lorenzo Travisanutto (18, Italien) hat er bereits die ersten zwei Piloten verpflichtet. Banard gewann bereits zweimal das britische Kartmasters. Travisanutto ist amtierender Meister der World Karting Series. Unterstützung bekommt Rosberg vom Mitgründer der Nachwuchsschmiede und seinem ehemaligen Kart-Teamchef Dino Chiesa. Der Italiener hat den Rennstall geführt, als sich Rosberg und Lewis Hamilton einen bitteren Zweikampf boten.
+++ Aufatmen bei Barrichello: Schock-News um den früheren Michael-Schumacher-Teamkollegen und Formel-1-Rekordteilnehmer Rubens Barrichello. Im Interview mit dem brasilianischen TV-Sender TV Globo enthüllte der Brasilianer, wie schlecht es zu Beginn des Jahres wirklich um ihn stand: „Ich nahm zu Hause gerade ein Bad, als ich einen stechenden Schmerz im Kopf spürte. Ich wusste sofort, dass es etwas Ernstes ist.“ Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass sich eine Vene geöffnet hatte. Nur 14 Prozent der Betroffenen überstehen eine solche Verletzung ohne bleibende Schäden. Barrichello hatte Glück, auch weil bei der Untersuchung auch ein gutartiger Tumor in seinem Nacken festgestellt wurde. Dieser konnte inzwischen operativ entfernt werden. Jetzt gehe es ihm wieder gut, verriet er dem TV-Sender. In der brasilianischen Stockcar-Meisterschaft liegt er gegenwärtig auf Rang zwei. Sein Sohn Eduardo Barrichello startet 2018 in der US-amerikanischen Formel-4-Meisterschaft.
+++ Formel-1-eSports-Meisterschaft: Die Saison 2018 ist gestartet.
+++ Formel-1-Boxengeflüstert: Was war in China so los?
+++ Formel-1-Statistik: Beim China-GP wurden wieder diverse Rekorde aufgestellt.
+++ Starttermin für F1 TV steht: Das Warten hat ein Ende - zumindest bald: Der Formel-1-Streamingdienst F1 TV geht mit dem Rennen in Barcelona (11. bis 13. Mai) endlich auf Sendung! Das gaben die Verantwortlichen am Freitag im Rahmen des China GP bekannt. Der ursprünglich für den Saisonauftakt in Australien geplante Start der Streaming-Plattform war Mitte März auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Stattdessen wurde eine Beta-Testphase durchgeführt. Ab dem Spanien GP können die Fans nun auf das hauseigene Pay-TV-Angebot der Königsklasse zurückgreifen. Bis dahin bleibt RTL die einzige Option, um die Rennen in Deutschland live zu verfolgen.
+++ Alonso fördert Nachwuchs: Unter 1,4 Milliarden Mensch muss doch ein Formel-1-Supertalent sein! Denkt sich auch Fernando Alonso und investiert mit seinem neuen Projekt kräftig ins Reich der Mitte. 40 neue Go-Kart-Rennstrecken, samt Gamingroom zur virtuellen Vorbereitung, sollen in China in den nächsten fünf Jahren unter Alonsos Schirmherrschaft entstehen. Der McLaren-Star betreibt in Spanien neben seinem eigenen Museum bereits erfolgreich eine Kartstrecke, die als Talentschmiede des spanischen Rennsports gilt. Dieses Konzept exportiert Alonso nun nach Fernost. Mit gewohnt selbstbewusstem Motto: "Auf der Suche nach Chinas Alonso", heißt es in großen Lettern bei der Projektvorstellung in Shanghai.
+++ Motormisere geht weiter: Beim den Tests im Winter lief der Toro-Rosso-Honda überraschenderweise wie am Schnürchen. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer: Pierre Gasly fiel beim Auftakt früh mit einem Motordefekt aus - nun der nächste Hammer: Beim Franzosen müssen für Bahrain der Verbrennungsmotor, der Turbolader und die MGU-H gewechselt werden. Die letzteren beiden Komponenten werden auch bei Teamkollege Brendon Hartley getauscht. Eine Modifikation der Teile sei notwendig, damit der Defekt nicht wieder auftritt, teilte Honda mit. Das Problem: Pro Komponente sind 2018 nur drei Stück erlaubt. Den Toro-Rosso-Piloten drohen also schon bald Grid-Strafen.
+++ Neue Strecke in Monaco? Die Hatz durch den Leitplankenkanal von Monaco ist einzigartig in der Formel 1. Aber auch sehr gefährlich – und oft aufgrund mangelnder Überholmöglichkeiten wenig spannend. Doch das könnte sich nun ändern. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ berichtet mit Berufung auf Fürst Albert II von Monaco, dass derzeit ein neues Layout für den Kurs angedacht wird. Bis 2025 sollen vor dem Tunnel sechs Hektar Land entstehen. Kosten: zwei Milliarden Euro. Dieses neue Land könnte für das neue Layout in Betracht gezogen werden. Bis es soweit kommt, werden aber noch mindestens sieben Jahre vergehen – und bis dato bleibt der 3,337 Kilometer Kurs in Monaco die kürzeste Strecke im Formel-1-Kalender.  
+++ Formel 1: Nur ein Team langsamer als 2017: Die Formel 1 ist 2018 nochmals schneller als im Vorjahr.

Autor: ABMS

Fotos: Picture Alliance

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