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Formel 1: Nico Rosberg im Interview

— 01.11.2015

Siegerehrung im Stadion unglaublich

Nico Rosberg feiert in Mexiko seinen vierten Saisonsieg. Noch mehr als die gelungene Revanche gegen Lewis Hamilton freuen ihn die Emotionen der Fans.

Herr Rosberg, was sagen sie zu ihrem Sieg vor dieser Kulisse?

Mit Pokal, Sombrero und guter Laune: Sieger Nico Rosberg ließ sich in Mexiko so richtig feiern

Nico Rosberg: Ich bin sehr happy. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, hier in Mexiko in diesem Stadion die Siegerehrung zu haben und diese Unterstützung zu bekommen. Wahnsinn! Das sind Riesenemotionen. Ich freue mich total. Mein Team hat wieder einen super Job gemacht. Lewis ist auch super gefahren, er war immer sehr nah dran, aber ich habe es gut kontrollieren können.

Inwiefern gibt die Stimmung in dem Stadion während des Rennens auch noch mal einen weiteren Schub und wie nimmt man sie wahr?

Wenn du fährst, ist es normalerweise schwer, weil du darauf konzentriert bist, deine Sachen zu machen und dich nicht umschaust. Nach dem Rennen nimmt man es wahr. Und es war unglaublich.

Hatten Sie so etwas erwartet?

Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt, aber es hat alle Erwartungen übertroffen, ganz klar. Ich habe mich dort gefühlt wie ein Rockstar!

Gab es Momente im Rennen, in denen Sie nervös waren? Und haben Sie den zweite Reifenwechsel gewollt?

Enges Duell, das ganze Rennen lang: Die beiden Silberpfeil-Piloten schenkten sich auch in Mexiko nichts

Ich wollte nicht reinkommen, zu dem Zeitpunkt lief alles recht komfortabel, ich hatte einen guten Vorsprung auf Lewis. Ein Boxenstopp ist dann fast wie ein Reset. Ich war nicht all zu glücklich darüber, aber ich habe verstanden, dass es besser war, es zu machen. Speziell vor dem Hintergrund des Safety Cars, das rauskam. Es war wichtig, zu dem Zeitpunkt frischere Reifen zu haben. Der einzige Moment, in dem es ein bisschen schwer war, war der Restart mit den kalten Reifen, aber es war ok.

Entscheidend für Ihren Sieg war auch der Start. In den vergangenen Rennen war der nicht immer so gut. Können Sie uns das Prozedere etwas beschreiben?

Es wie bei allem anderem auch. Ich habe daran gearbeitet, um alles perfekt hinzubekommen. Und diesmal hat es geklappt, dass ich Erster bleibe. Das war ein wichtiger, vielleicht sogar der wichtigste Teil des Rennens. Umso mehr freue ich mich jetzt darüber.

Hatten Sie im Rennen das Gefühl, dass ihr Teamkollege Hamilton richtig Druck machen konnte?

Ich hatte auf jeden Fall das Gefühl, dass ich es kontrolliert habe. Immer als er versucht hat ein bisschen ranzukommen und ich das gesehen habe, habe ich wieder ein bisschen mehr Gas gegeben, damit die Lücke so bleibt. Damit er bloß nicht zu nahe kommt.

Sie sagten, ihre Freude sei riesengroß, wie groß ist denn ihre Genugtuung?

Es kann immer nur einen geben: Diesmal feierte Rosberg und Hamilton musste sich die Haare raufen

Es ist eine große Genugtuung. Es war ein sehr emotionaler Sieg.

Ihr Verhältnis zu Hamilton scheint immer noch kühl zu sein. Stimmt das?

Ich kommentiere das Verhältnis nicht, man sieht es ja von außen.

Wie wichtig es für Sie, diese Saison auch erfolgreich abzuschließen, damit Sie das Momentum mit ins nächste Jahr nehmen können?

So denke ich nicht. Ich denke nur an die Rennen. Ich denke jetzt nicht an 2016. (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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