Formel 1: Rosberg-Ehrenrunden in Monaco

Formel 1: Nico Rosberg verblüfft

„Im Auto meines Vaters würde ich nie fahren“

Nico Rosberg und sein Vater Keke Rosberg sind beide Formel-1-Weltmeister geworden. Und doch sind sie komplett verschieden. Das sagen sie selbst.
Jetzt haben die Rosbergs wieder Blut geleckt! In Monaco fuhren beide Demorunden in ihren Weltmeister-Autos. Der Junior im Mercedes von 2016, der Senior im Williams von 1982. Neben Graham und Damon Hill sind die Rosbergs das einzige Vater-Sohn-Gespann, das je einen WM-Titel gewinnen konnte.
Würden die beiden auch gern das Auto tauschen? Keke Rosberg: „Lust dazu hätten wir beide. Nico könnte das alte Auto ganz leicht fahren. Aber ich nicht seines. Erstens weil ich nicht reinpasse. Zweitens hat das Lenkrad 400 Knöpfe oder so – wie soll das gehen? Und dann die Sitzposition, da kriegst du keine Luft mehr.“
Rosbergs im Vergleich: So anders wurden sie Champion
Aber auch Nico zollt seinem Vater Respekt: „Das Fahren in den alten Autos macht riesig Spaß, ich bin es in Silverstone auch schon mal gefahren. Aber wozu ich null Bock hätte, wäre die Gefahr. Das ist ja völlig verrückt gewesen.“

Keke Rosberg und Nico Rosberg bei ihrer Demofahrt in Monaco

Keke erwidert: „Aber wir kannten nichts Besseres. Das waren die besten Autos damals, die besten Fahrer. Wir wussten ja nicht, um wie viel besser das 30 Jahre danach werden würde. Ich bin froh, dass die Autos so viel sicherer geworden sind.“
Auch er hat jedoch Respekt vor der jungen, aktuellen Generation: „Es ist sehr schwer zu vergleichen. Die Arbeitsweise, die heute verlangt wird, ist so viel anders. Wir sind ja größtenteils mit Naturtalent gefahren. Die haben heute Daten, machen akribische Arbeit mit den Ingenieuren. Wir sind bei der Abstimmungsarbeit vielleicht auf 73 Prozent gekommen. Die kommen heute schon mit 96 Prozent an die Rennstrecke und arbeiten dann mit den Ingenieuren um 98 Prozent zu erreichen. Das ist der große Unterschied.“
Nico verrät: „Ich habe immer drei, vier Zehntel nur durch die Daten gefunden. Ich habe viel mit dem Teamkollegen verglichen, habe viel mit mir selber verglichen. Nur durch akribische Arbeit mit Ingenieuren habe ich die Zeit gefunden. Das gab es damals gar nicht.“
Das Doppelinterview im Video.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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