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Formel 1: Die besten Bilder aus Russland

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Formel 1: Nur Wehrlein überholt

— 01.05.2017

Nur ein Überholmanöver im Rennen!

Der Russland-GP war spannend, der Rennausgang lange ungewiss. Aber die eine Tatsache ist nicht wegzudiskutieren: Das Überholen ist 2017 zu schwierig geworden.

Sebastian Vettel ist einer der besten Überholer im Feld. Das Duell mit Daniel Ricciardo in China, als sich beide sogar mit den Rädern berührten, dürfte vielen noch in Erinnerung sein. Aber auch dem Deutschen waren in Russland die Hände gebunden: Trotz sieben Runden frischeren Pneus konnte er nicht einmal einen Angriffsversuch auf den führenden Valtteri Bottas starten. Vettel erklärte hinterher: „Im Windschatten verlierst du die Balance, der Wagen rutscht, dann verlierst du wieder Boden.“ Die neuen Autos haben mehr aerodynamischen Abtrieb, schlagen mehr Verwirbelungen in die Luft und sind beim Hinterherfahren anfälliger für diese Verwirbelungen. Nur bei einer sauberen Luftanströmung funktioniert die Aerodynamik gut.

Schon beim Auftakt in Australien wurden nur fünf Überholmanöver gezählt. In China und Bahrain waren es deutlich mehr, die Überholdiskussion schien beendet. Vor dem Russland-GP erklärte der FIA-Sicherheitsdelegierte Charlie Whiting den Teams daher, dass die DRS-Zonen 2017 nicht verlängert werden. Damit hätte man das Überholen erleichtern können.

Wehrlein konnte als einziger ein Manöver starten

Doch gestern gab es nur ein einziges Manöver: In der Anfangsphase zog Pascal Wehrlein an seinem Sauber-Teamkollegen Marcus Ericsson vorbei. Nur ein Überholmanöver im ganzen Rennen! Noch schlimmer war es nur in Monaco 2003, USA 2005 und Europa 2009, als gar nicht überholt wurde.

Natürlich: Der Kurs in Sotschi lädt nicht gerade zum Überholen ein: schlechter Asphalt, ungünstige, flüssige Kurven, wenig Zonen zum Ausbremsen. Dazu: kaum Reifenverschleiß, kaum strategische Unterschiede, die auch für Geschwindigkeitsunterschiede auf der Strecke sorgen. Trotzdem: 2016 wurde immerhin 29 Mal überholt...

Bisher fällt der Überholvergleich zwischen 2016 und 2017 desaströs aus: Australien fünf statt 37, China 33 statt 161, Bahrain 48 statt 84, Russland eines statt 29 Überholmanöver. Solange das Rennen wie in Russland durch zwei Teams auf Augenhöhe spannend ist, wird das Meckern der Fans gering bleiben. Aber ob sie sich auf Dauer damit zufrieden geben, dass Rennen nur noch am Start oder an der Box entschieden werden, darf bezweifelt werden.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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