Red Bull

Formel 1: Ohne Mercedes

— 18.08.2016

So spannend wäre die WM 2016

Nach dem Doppelausfall in Spanien kämpften dort zwei Ferraris gegen zwei Red Bulls um den Sieg. Ohne Mercedes wäre das bei jedem Rennen der Fall!

Im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT hat McLaren-Pilot Jenson Button zuletzt geklagt: „Hoffentlich kriegen wir noch mehr Rennen wie in Barcelona. Das hat jeder geliebt, weil da vier Autos um den Sieg gekämpft haben. Dass jetzt zwei Fahrer vom gleichen Hersteller den Titel unter sich ausmachen ist nicht das, was der Sport braucht.“ In Barcelona schossen sich die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg gegenseitig ab, anschließend kämpften die zwei Ferraris gegen die zwei Red Bulls um den Sieg. Eine Analyse belegt: Ohne Mercedes wäre die Weltmeisterschaft ein Knaller! Sebastian Vettel käme auf vier Siege, Daniel Ricciardo und Max Verstappen auf je drei, Kimi Räikkönen noch auf zwei Triumphe! Und: In der Punktetabelle gäbe es einen echten Vierkampf um den Titel: 1. Ricciardo (193 Punkte), 2. Sebastian Vettel (169), 3. Kimi Räikkönen (164), 4. Max Verstappen (155).

Michael Schumacher und Ayrton Senna hätten sich ohne Williams 1992 ein Titelduell geliefert

So viele Jahre, in denen es einen klaren Dominator gab, wären so spannend gewesen ohne diesen einen Dauersieger. Ein WM-Duell zwischen Ayrton Senna und Michael Schumacher hat es leider nie gegeben – ohne das überlegene Williams-Team wäre es 1992 aber so weit gewesen: Senna hätte dann sieben, Schumi sechs Rennen gewonnen!

Der Saison 1988 drückte McLaren den Stempel auf – ohne McLaren hätte es gleich fünf siegreiche Teams gegeben: Ferrari (fünf Mal Gerhard Berger, einmal Michele Alboreto), Benetton-Ford (vier Mal Thierry Boutsen), Lotus-Honda (zwei Mal Nelson Piquet), Williams-Judd (zwei Mal Nigel Mansell) und Leyton-House-Judd (zwei Mal Ivan Capelli). Michael Schumachers Dominanz-Jahr 2004 hätte ohne Ferrari sieben verschiedene Sieger aus vier Teams gesehen: Fernando Alonso und Jarno Trulli von Renault, Juan-Pablo Montoya und Ralf Schumacher von BMW-Williams, Jenson Button und Takuma Sato von BAR-Honda, sowie Kimi Räikkönen von McLaren-Mercedes.

Aber, auch das zeigen diese Beispiele, Jahre ohne eine dominierende Mannschaft sind in der Formel 1 eher die Ausnahme. Die aktuelle Mercedes-Erfolgsära also eher der Normalzustand in der Königsklasse.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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