Die besten Bilder aus Sepang

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Formel 1: Pannen-Rennen in Malaysia

— 02.10.2016

Wurz bemängelt Rosberg-Strafe

Am Start gedreht, an der Box Zeit verloren, von der Rennleitung bestraft: Auch Rosberg hatte in Sepang viel Pech - und Verständnis für Rivale Hamilton.

Vor allem das Pech von Teamkollege Lewis Hamilton war nach dem Malaysia GP in aller Munde. Doch auch Nico Rosberg erlebte einen Pannen-Sonntag. Schon am Start wurde der Mercedes-Star unverschuldet von Sebastian Vettel umgedreht. Ein klemmendes Rad beim zweiten Boxenstopp und eine Strafe für sein hartes Manöver gegen Kimi Räikkönen erschwerten seine Aufholjagd zusätzlich, doch schlussendlich konnte er als Dritter auf dem Podium doch noch feiern.
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Geisterfahrer: Rosberg wurde am Start umgedreht

„Nach Kurve eins sah es ziemlich düster aus. Ich dachte alles ist vorbei“, verriet Rosberg nach dem Rennen. „Ich war dann erst einmal froh, dass ich weitermachen konnte, denn der Schlag von hinten war schon heftig. Danach habe ich das Messer zwischen die Zähne genommen.“ Rosberg pflügte durch das Feld und lag bei Rennhalbzeit schon wieder auf Rang fünf. Dann lief er auf den Ferrari von Kimi Räikkönen auf und machte mit dem Finnen in Kurve zwei kurzen Prozess - Lackaustausch inklusive.
Start-Crash in Sepang: Vettel schießt Rosberg ab

Rosberg: „Man muss irgendwann zuschlagen und aggressiv sein, wenn man vorbei will.“ TV-Experte und Rosbergs Ex-Teamkollege Alex Wurz war angetan: „So kennen wir Nico gar nicht. Das war knallhart, aber genauso musst du fahren, wenn du Weltmeister werden willst.“ Die Regelhüter in Sepang waren von dem Manöver indes weniger begeistert, brummten Rosberg eine Zeitstrafe von zehn Sekunden auf, die auf das Rennergebnis des WM-Führenden addiert wurde. 

Für Mercedes-Sportchef Toto Wolff „kompletter Unfug. Wir haben vor ein paar Monaten entschieden, dass die Fahrer härter gegeneinander fahren dürfen - und es keine Strafe gibt, wenn der Fall nicht zu 100 Prozent klar ist.“

Alex Wurz ist Präsident der F1-Fahrervereinigung GPDA

Auch für Alex Wurz ist die Strafe unnötig. „Das ist eine Geschichte, bei der sich die FIA erklären und für die Zukunft viel besser positionieren muss“, fand der Präsident der Fahrervereinigung GPDA. „Die FIA hat im Winter angekündigt, dass die Gangart wieder härter werden soll. Unter diesem Maßstab wäre Nicos Manöver okay gewesen.“ Wurz: „Man kann auch argumentieren, dass Kimi ab einem gewissen Punkt eigentlich eingestehen muss, dass innen ein Auto ist. Dann darf er nicht einlenken.“
Rosberg selbst gab nach dem Rennen an, die Strafe zu akzeptieren. „Ich bin einfach nur glücklich, dass sie mich keine Position gekostet hat. Dafür musste ich am Ende nochmal jede Runde alles geben, um die zehn Sekunden rauszufahren - parallel aber auch den Motor schonen, weil wir nach Lewis' Problem natürlich vorsichtig waren.“

Am Ende durfte Rosberg doch noch mit aufs Podium

Mit Blick auf Hamiltons Pech erklärte Rosberg: „Ich kann sehr gut verstehen, wie Lewis sich jetzt fühlt und habe das in meiner Karriere auch schon erlebt. Bei unserem Titelduell 2014 sogar gleich zweimal.“ Dass sein Teamkollege nach der schmerzlichen Niederlage in Sepang nun aber in einem mentalen Loch versinkt, kann sich Rosberg nicht vorstellen: „Er wird sich schnell davon erholen. Es ist nicht der erste Rückschlag in seiner Karriere. Er ist ein Kämpfer, außerdem in Top-Form. In Suzuka ist er wieder genauso stark.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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