Die größten Skandale der Formel 1

Formel 1: Pläne zur F1-Zukunft

18-Zoll-Räder und mehr Überholmanöver

Liberty Media bastelt weiter an der Zukunft der Formel 1. Kommen größere Reifen? Toto Wolff sieht die Diskussionen auf einem guten Weg.
Diese Regeln sollen die Formel 1 spannender machen! In einem ersten Schritt, den die Strategiegruppe der F1 im Vorfeld des Kanada GP ratifiziert hat, soll schon 2019 das Überholen einfacher werden.
Dafür vorgenommene Änderungen an der Aerodynamik umfassen einen vereinfachten Frontflügel mit zehn Zentimetern größerer Spannweite. Verschwinden sollen hingegen die vielen kleinen Flügelchen an den Endplatten und vorderen Bremsbelüftungen. Der Heckflügel soll zehn Zentimeter breiter und zwei Zentimeter höher werden. Auch die Endplatte des Heckflügels wird größer, der DRS-Effekt damit stärker.

2014 zeigte Pirelli schon mal wie 18-Zoll aussehen

Doch damit nicht genug: Spätestens 2021 erfolgt dann der große Umbruch im Reglement. Im Fokus stehen dabei auch die Räder: Der von Reifenhersteller Pirelli oftmals angeregte Wechsel von 13-Zoll zu 18-Zoll-Rädern soll endlich umgesetzt werden.
Für Pirelli lässt sich damit mehr Seriennähe simulieren, die Sportwagen-WM und Formel E haben diesen Weg bereits eingeschlagen. Wie Renndirektor Charlie Whiting bestätigt, sind die neue Maße „Teil des Pakets, das wir diskutieren.“ Zu sehen waren sie 2014 schon mal bei Testfahrten in Silverstone am Lotus von Charles Pic.
Bei den Teams stößt Liberty Media mit den Ideen zur künftigen Ausrichtung der F1 auf immer weniger Widerstand. „Auch wenn nicht alle Dinge nach unserem Gusto laufen, sind es konstruktive Gespräche. Wir machen Fortschritte“, findet Mercedes-Sportchef Toto Wolff. Als nächsten Schritt erwartet Wolff „konkrete Vorschläge“, die dann in Form eines Reglements gebracht werden. Damit rechnet der Österreicher „innerhalb der nächsten zwei Monate“.

Toto Wolff sieht die Diskussionen auf gutem Wege

Wolffs größte Sorge ist weiterhin der Kostendeckel von 150 Millionen Dollar Budget pro Saison, der eingeführt werden soll. „Liberty versteht aber, dass das nicht urplötzlich kommen kann, sondern ein schrittweiser Ablauf über mehrere Jahre sein muss“, so Wolff.
Beim Motor steht man laut dem Mercedes-Boss indes „kurz vor einer Einigung“. Wolff: „Wir haben akzeptiert, dass die MGU-H verschwindet. Auch wenn wir als Firma Mercedes der Ansicht sind, dass wir hier technisch einen Schritt zurück machen. Zum Wohle des Sports haben wir zugestimmt, denn man darf nicht ignorieren, was die Fans wollen.“

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance / Pirelli

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