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Formel 1: Protest-Posse - exklusiv

— 09.10.2016

Die Wahrheit zur Mercedes-Beschwerde

Die Posse um den zurückgezogenen Mercedes-Protest: AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr, was nach dem Japan GP hinter den Kulissen wirklich abging.

Den Protest, den Mercedes nach dem Japan GP gegen Max Verstappen eingelegt hat, hat das Team nun doch wieder zurückgezogen. Die Vorgeschichte indes war skandalverdächtig. Hintergrund: Red-Bull-Pilot Verstappen soll bei seinem Abwehrversuch gegen Lewis Hamilton in der 52. Runde verbotenerweise schon auf der Bremse stehend noch einmal die Spur gewechselt haben und den Briten so zu einem Ausweichmanöver in die Auslaufzone der letzten Schikane gezwungen haben.

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Mit diesem Täuschungsmanöver hätte Verstappen gegen Paragraph 13.4.4 des International Sporting Codes verstoßen. Allein: Hamilton selbst wehrte sich auf Twitter umgehend gegen die News des Protests. Dies stimme nicht, schrieb er. „Max ist gut gefahren, Ende.“ Dazu passt: Kurz nach dem Rennen gab auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ein TV-Interview bei RTL, in dem er nicht den Eindruck erweckte, dass Mercedes protestieren wolle: „Mein Sportlerherz will solche Aktionen sehen, aber ich weiß, dass die Stewards manchmal anderer Meinung sind“, sagte Wolff vor laufender Kamera.

Was Hamilton und Wolff nicht wussten, erfuhr AUTO BILD MOTORSPORT: Bei einem ersten Meeting der Stewards sollen die drei Rennkommissare Enzo Spano, Emanuele Pirro (beide Italien) sowie ihr japanischer Kollege Takashi Mitarashi den vierten Steward, den Australier Gary Connelly, überstimmt haben, keine Strafe gegen Verstappen auszusprechen.
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Niki Lauda und Toto Wolff am Sonntag in Suzuka

Connelly, der wegen seiner harten Haltung bei Strafen in der Szene den Beinamen 'Richter Gnadenlos' hat, soll sich damit aber nicht abgefunden haben. Er soll nach dem Meeting ins Motorhome zu Mercedes gelaufen sein und dort die Bosse zu einem Protest motiviert haben. Toto Wolff und Niki Lauda waren aber schon in der Luft, also entschieden Technikchef Paddy Lowe und Teammanager Ron Meadows dem Drängen des Australiers nachzugeben.

Vom Flugzeug aus zog dann ein erzürnter Toto Wolff den Protest wieder zurück, als er davon erfuhr. Für Connelly könnte die Sache aber noch ein Nachspiel haben, wenn FIA-Präsident Jean Todt davon erfährt, der am Sonntag zu Gast bei der Formel E in Hongkong war.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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