Grid Girls bei der Formel 1 2017

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Formel 1: Punkte kosten Geld

— 07.11.2017

Force India absichtlich schlecht?

Seit Mexiko ist klar: Force India schließt die Saison 2017 als Vierter ab. So weit, so gut. Aber: Ab jetzt kostet jeder weitere Punkt unnötig Geld.

Ausfälle, Niederlagen, Pleiten – das muss das Ziel für Force India in den verbleibenden zwei Saisonrennen in Brasilien und Abu Dhabi sein! Denn ab jetzt kostet jeder weitere Punkt unnötig Geld. Hintergrund: Force India hat seit Mexiko den vierten Platz in der Konstrukteurswertung sicher (derzeit 175 Punkte). Nach vorn geht nichts mehr (Red Bull mit 340 Zähler), nach hinten aber auch nicht (Williams mit 76 Punkten). Aber: Die Einschreibegebühr für Formel-1-Teams für die kommende Saison bemisst sich an der Punktzahl des Jahres zuvor. Pro Punkt fallen etwas mehr als 5000 Dollar an. Je mehr Punkte Force India einfährt, desto mehr müssen sie auch zahlen. Schon jetzt kostet Force India eine Teilnahme an der Saison 2018 fast eine Million Dollar alleine für die Einschreibung. Bisher war es trotzdem wichtig, Punkte zu holen um Rang vier abzusichern. Denn jeder Platz weiter vorn in der Konstrukteurswertung sorgt für mehr Geld aus dem Formel-1-Einnahmetopf.

Vijay Mallya ist der Teamboss bei Force India

Doch jetzt sind keine zusätzlichen Einnahmen für Force India mehr möglich, sehr wohl aber zusätzliche Ausgaben. Das könnte zu grotesken Szenen führen. Force India wird versuchen das beste Resultat herauszuholen um bei chaotischen Rennverläufen eventuell ein Podest oder gar einen Sieg abzustauben. Solche Erfolge bringen potenzielle Sponsoren ins Blickfeld. Doch wenn keine Aussicht auf eine Top-Platzierung besteht, könnte es passieren, dass Force India die Autos an die Box holt und Punkte verschenkt.

Schon jetzt ist die Saison 2017 die erfolgreichste der Geschichte für die Mannschaft von Vijay Mallya. Der Inder hatte das Spyker-Team Ende 2007 gekauft. Von Rang zehn hat sich der Rennstall sukzessive auf Rang vier vorgearbeitet – trotz des kleinsten Budgets des gesamten Feldes. 175 Punkte sind schon jetzt Teamrekord. Force India liegt bei der Anzahl der WM-Zähler sogar schon auf Rang acht der ewigen Bestenliste.

Aber: Mittelfristig dürfte Force India vor schwierigen Zeiten stehen. Mallya wird in Indien per Haftbefehl gesucht. Bald wird sich entscheiden, ob Großbritannien, wo er sich im Exil befindet, ihn ausliefern wird. Mit McLaren und Renault sind zwei Rennställe im Aufwind, die drei Mal so viel Geld ausgeben wie Force India. Sie dürften 2018 an Force India vorbeiziehen.

Erst langfristig könnte Force India wieder nach vorn kommen – wenn die Budgetobergrenze für zumindest ansatzweise Chancengleichheit sorgen wird.
 

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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