Die besten Bilder aus Singapur

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Formel 1: Qualifying in Singapur

— 17.09.2016

Rosberg startet von der Pole

Nico Rosberg schnappt sich in Singapur die Pole für sein 200. F1-Rennen vor Daniel Ricciardo und Lewis Hamilton. Sebastian Vettel schon in Q1 raus.

Auch zwei Stunden nach der Qualifikation zum Großen Preis von Singapur (Sonntag, 14.00 Uhr/RTL und Sky) konnte Nico Rosberg seine Zufriedenheit nicht verbergen. „Ich konnte heute über das Limit gehen, ohne einen Fehler zu machen. Das war sicher eine meiner drei besten Runden aller Zeiten“, strahlte der Deutsche in der Mercedes-Teamunterkunft. Mit einer „Wunderrunde“, wie Niki Lauda es nannte, hatte er sich zuvor die Pole-Position für sein Formel-1-Jubiläumsrennen in Singapur gesichert.

Nico Rosberg startet von ganz vorne in seinen 200. GP

Fünf Zehntelsekunden lag er vor Red Bulls Daniel Ricciardo, sieben Zehntel gar vor seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton. Im teaminternen Quali-Duell hat er seinen Vorsprung mit der 29. Pole seiner Karriere auf 11:5 vergrößert. „Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass mein Vorsprung so groß ist“, so Rosberg am Tag vor seinem 200. F1-Start.

Der Deutsche profitierte von Abstimmungsschwierigkeiten bei seinem Stallgefährten Hamilton. „Das ist bisher einfach nicht mein Wochenende. Nico hat das Potential des Autos gezeigt, ich nicht.“ Allein: Mercedes-Teamchef Toto Wolff verteidigte den Weltmeister: „Lewis' Auto war nicht, wo es sein sollte. Das Set-Up hat nicht gestimmt und weil er nicht genug Gelegenheiten hatte das Auto zu fahren, konnte er auch das Set-Up nicht beeinflussen.“

Lewis Hamilton fehlte im Qualifying viel Zeit zur Spitze

Hintergrund: Hamilton wurde im zweiten Training am Freitag von einem Hydraulikproblem gestoppt, im dritten Training am Samstag kämpfte er mit einem Defekt an der Vorderradaufhängung. Wolff: „Lewis' Auto hat einfach nicht den Abtrieb generiert, den Nicos hatte.“ Die Probleme aus dem Vorjahr, als der Mercedes in Singapur gar nicht funktionierte, sind indes vergessen. Rosberg: „Die Abstimmung ist besser als letztes Jahr, weil wir verstanden haben, was wir falsch gemacht hatten.“
Start wird entscheidend: Zeigt Rosberg Hamilton den Finger?

Ganz ohne Gegner ist Rosberg trotzdem nicht. Red Bull hat mit Daniel Ricciardo auf Platz zwei und Max Verstappen auf Rang vier echte Siegchancen. „Ich werde ein Auge auf sie haben“, scherzte Rosberg deshalb. Hintergrund: Ricciardo und Verstappen starten das Rennen anders als Rosberg und Hamilton auf Supersoft- statt auf Ultrasoft-Reifen. Damit können beide einen längeren ersten Stint fahren.

Daniel Ricciardo stellte seinen Red Bull in Reihe eins

Teamchef Christian Horner: „Der einzige Weg für uns, um Mercedes anzugreifen, ist etwas anderes auszuprobieren als sie. Das haben wir getan. Wir haben zwei neue Sätze ultrasoft und einen Satz supersoft. Damit sind wir in einer guten Position.“

Und: Auf den superweichen Reifen war Red Bull schon am Freitag im Longrun am Schnellsten, auch auf den ultraweichen Gummis war das ehemalige Vettel-Team stärker als Mercedes. Nur auf dem weichen Pneu, der härtesten Mischung, lag Mercedes vorne.
Vorjahressieger Vettel im Pech: Ferrari hofft auf Safety-Car

Was Red Bull noch so stark gemacht hat: Motorpartner Renault hat eine Ausbaustufe des Antriebs nach Singapur gebracht. Drei Entwicklungswertmarken (Token) haben die Franzosen für neue Zündkerzen und eine neue Einspritzung ausgegeben, Total brachte neues Benzin. Alles zusammen macht 15 PS.

Im Pech: Sebastian Vettel kam nicht über Q1 hinaus

Gute Aussichten auf Punkte hat auch Nico Hülkenberg. Der Force India-Pilot geht vom achten Rang in den 15. Saisonlauf, obwohl seine schnellste Runde nicht optimal war. Vorjahressieger Vettel schied wegen eines Schadens am hinteren Querstabilisator an seinem Ferrari bereits in der ersten K.o.-Runde aus und war entsprechend angefressen. „Im Endeffekt ist es natürlich bitter, weil das Auto gut war. Wie gut werde ich bis morgen Abend nicht herausfinden“, sagte der 29-Jährige nach Platz 22. Letztmals war er beim Saisonfinale 2015 in Abu Dhabi in der ersten Qualifikationsrunde rausgeflogen.

Manor-Pilot Pascal Wehrlein kam über einen 20. Platz diesmal nicht hinaus, hatte trotzdem ganze sechs Zehntelsekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Esteban Ocon, den zweiten Mercedes-Junior in der Königsklasse. „Uns war vorher klar, dass diese Strecke hier schwer für uns werden würde. Hier zählt vor allem die Traktion und Downforce“, berichtete Wehrlein nach seinem frühen Ausscheiden.

Ergenbis - Qualifying Singapur GP 2016:

1. Nico Rosberg (Wiesbaden) - Mercedes 1:42,584 Min.
2. Daniel Ricciardo (Australien) - Red Bull + 0,531
3. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes + 0,704
4. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull + 0,744
5. Kimi Räikkönen (Finnland) - Ferrari + 0,956
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Toro Rosso + 1,613
7. Daniil Kvyat (Russland) - Toro Rosso + 1,885
8. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Force India + 1,895
9. Fernando Alonso (Spanien) - McLaren + 1,969
10. Sergio Perez (Mexiko) - Force India + 1,998
11. Valtteri Bottas (Finnland) - Williams 1:44,740
12. Felipe Massa (Brasilien) - Williams 1:44,991
13. Jenson Button (Großbritannien) - McLaren 1:45,144
14. Esteban Gutierrez (Mexiko) - Haas 1:45,593
15. Romain Grosjean (Frankreich) - Haas 1:45,723
16. Marcus Ericsson (Schweden) - Sauber 1:47,827
17. Kevin Magnussen (Dänemark) - Renault 1:46,825
18. Felipe Nasr (Brasilien) - Sauber 1:46,860
19. Jolyon Palmer (Großbritannien) - Renault 1:46,960
20. Pascal Wehrlein (Worndorf) - Manor Racing 1:47,667
21. Esteban Ocon (Frankreich) - Manor Racing 1:48,296
22. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Ferrari 1:49,116
Fotos: Picture-Alliance

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