Formel 1: Die besten Bilder vom Kanada GP

Formel 1: Rätselraten um Red Bull

„Mercedes gilt es zu schlagen“

Max Verstappen legt am Freitag vor. Daniel Ricciardo mit Problemen, aber wohl ohne Strafe. Kann Red Bull in Kanada wirklich wieder auf Sieg fahren?
Zwei Bestzeiten von Max Verstappen im Training am Freitag in Kanada. Doch kann Red Bull die Form vom siegreichen letzten Rennen in Monaco wirklich halten?

Gute Laune: Max Verstappen setzt beide Bestzeiten

„Generell war es heute ein guter Tag, das Auto läuft bestens“, sagt Verstappen nach dem Auftakt - räumt aber auch ein: „Uns fehlt noch Topspeed, das konnte man im Longrun sehen. Mercedes sieht da sehr schnell aus. Aber wir sind nicht zu weit weg.“
Für Teamkollege Daniel Ricciardo gilt ebenfalls: „Mercedes wird morgen schnell sein. Sie sind hier die, die es zu schlagen gilt.“
Der Monaco-Sieger erlebt anders als sein Stallkollege einen Stolperstart ins Wochenende. „Bei mir gab es ein Elektrikproblem. Das hat uns heute Vormittag schon beschäftigt, am Nachmittag noch mehr.“ Ricciardo verpasst deshalb auch fast die Hälfte des Trainings. „Jetzt fehlen mir einige Runden“, weiß der Australier um sein Handicap.

Warten: Daniel Ricciardo verliert viel Zeit an der Box

Ob noch ein weiteres hinzu kommt, steht derzeit aber in den Sternen. Denn um die erwartete Rückversetzung um zehn Startplätze, für den Einbau einer neuen MGU-K, kommt Ricciardo wohl doch herum. Das Team hat für Kanada wieder das Bauteil eingebaut, das schon die ersten drei Rennen des Jahres im Einsatz war. Auch bestätigt Ricciardo mit Blick auf den Defekt am Freitag: „Der hatte mit der MGU-K nichts zu tun.“
Für Ex-Weltmeister und TV-Experte Damon Hill stellt das Bauteil und allgemein die Haltbarkeit weiterhin „die Achillesferse“ am Red Bull dar - ansonsten kann der Brite gerade in Kanada aber nur wenig Schwachstellen am Bullen-Renner ausmachen.
„Der Red Bull saugt die vielen langsamen und mittelschnellen Kurven hier geradezu auf. Das Auto liegt dort sehr weich. So kann man die Power auf diesem Kurs nur auf die Straße bringen, wenn man ein sehr gutes Aero-Paket hat. Das haben wir von ihnen auch schon in Monaco gesehen“, analysiert Hill nach dem Training.

Kann Red Bull auch in Kanada den Sieg einfahren?

Hill: „Sie waren heute die Schnellsten in Sektor eins und überraschend auch in Sektor drei, mit den langen Geraden. Sie haben etwas mehr PS von Renault (Motor-Upgrade; d. Red.), generieren aber auch über den Unterboden viel Downforce. Mehr Abtrieb, weniger Luftwiderstand - das hilft ihnen auf den Geraden enorm.“
Was Red Bull in Kanada entgegenkommt: Mercedes hat sein geplantes Motor-Upgrade wegen eines „Qualitätsproblems“ um mindestens ein Rennen verschieben müssen. Die Silberpfeile sind damit nicht nur mit der schlechter motorisierten Ausbaustufe unterwegs, die Aggregate von Valtteri Bottas und Lewis Hamilton sind nun auch schon sechs Rennen alt. „Das ist auf jeden Fall unglücklich. Kanada ist eine Powerstrecke, der neue Motor hätte uns hier geholfen“, ärgert sich Lewis Hamilton.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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