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Formel 1: Red Bull attackiert Mercedes

— 01.10.2016

Horner hofft auf freie Fahrt

In der WM kämpft man mit Ferrari: Doch Red Bull blickt nach vorne. In Malaysia haben die Bullen Mercedes im Visier. Start und Taktik als größte Chance.

Zum erst dritten Mal in ihrer gemeinsamen Zeit bei Red Bull musste sich Daniel Ricciardo Teamkollege Max Verstappen im Qualifying geschlagen geben. Etwas mehr als eine halbe Sekunde Rückstand auf Pole-Mann Lewis Hamilton hatten beide, nur 47 Tausendstel aber trennten die Teamkollegen.
So lief das Qualifying im Malaysia: Hamilton holt die Pole

Ricciardo landete hinter Verstappen auf Startplatz vier

„Wenn er mit 19 ein halbes Zehntel gegen mich gefunden hat, kann es ab sofort natürlich enger werden“, scherzte Ricciardo nach dem Qualifying in Anspielung auf Verstappens Geburtstag am Freitag. Dem Youngster sprach er trotzdem ein Kompliment aus. „Die Herausforderung gegen ihn ist immer groß, er hat seinen Speed in der Formel 1 schon bewiesen.“

Einen wirklichen Grund, warum er hinter Verstappen startet, konnte Ricciardo nicht ausmachen. „Ich hatte keinen Fehler drin. Meine Runde war ziemlich sauber. Im ersten und zweiten Sektor war ich auch noch etwas vor Max, im letzten habe ich dann aber verloren.“ Mit Platz vier sei er trotzdem zufrieden, bekräftigte der Australier. „Vor allem nach gestern! Ich bin froh vor den Ferraris zu stehen. Wir haben über Nacht viel umgebaut und das hat gefruchtet.“

Horner will Mercedes am Start knacken

Dass beide Autos die Konkurrenten in Rot schlugen – dafür gab es auch Applaus von Teamchef Christian Horner. „Das war nach gestern nicht unbedingt zu erwarten. Ein Mega-Job von beiden Fahrern“, freute sich Horner. Für das Rennen sieht er seine Mannen gut aufgestellt. Dabei hat Red Bull die Augen am Sonntag ausdrücklich nach vorne auf Mercedes gerichtet und nicht nach hinten auf die Scuderia.

Haut eine Kampfansage raus: Bullen-Teamchef Horner

Horner: „Daniel hat für morgen einen zusätzlichen neuen Satz der harten Reifen gespart. Außerdem haben wir eine gute Pace. Ich hoffe damit können wir Mercedes eine harte Zeit bereiten.“ Am besten gleich vom Start weg, wie der Teamchef erklärte: „Wir sehen hier im Renntrim konkurrenzfähig aus. Es geht jetzt darum, gut vom Fleck zu kommen und im Idealfall sogar freie Fahrt zu kriegen.“ Eine echte Kampfansage vom Bullen-Boss.

Können die Red Bulls in Startreihe zwei etwa von Mercedes' anhaltenden Problemen mit der Kupplung profitieren – und nach Kurve eins womöglich sogar die Führung übernehmen? Horner spekuliert darauf. „Wenn uns das am Start gelingt, dann kommt morgen richtig Würze ins Spiel“, glaubt er. Die Fans hätten sicher nichts dagegen...

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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