Die besten Bilder aus Baku

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Formel 1: Red Bull fährt hinterher

— 19.06.2016

Reifen-Rätsel bei Ricciardo & Co.

Vor ein paar Rennen fuhr Red Bull um den Sieg, in Baku kamen Daniel Ricciardo und Max Verstappen auf den Plätzen sieben und acht ins Ziel. Was war los?

Gerade einmal drei Wochen ist es her, da schrammte Red Bull auf den Straßen Monte Carlos nur ganz knapp und wegen eines Fehlers beim Boxenstopp am Sieg vorbei. Das Team aus Milton Keynes sah wie der neue Mercedes-Herausforderer aus, konnte die Pace der Silberpfeile mitgehen und hatte Ferrari im Kampf um den Platz als ersten Verfolger deutlich abgehängt. In Baku, auch ein Straßenkurs, mit seinen langen Geraden jedoch mit einer ganz anderen Charakteristik als Monaco, hatte Red Bull von Tag eins an Probleme - genauso wie Konkurrent Ferrari. In den Trainings fuhr man geschlossen hinterher, zwei Sekunden fehlten meist auf die Spitze.
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Nach dem Qualifying war Ricciardo noch Zweiter, im Rennen ging es dann aber auf Platz sieben zurück

Doch während Ferrari am Sonntag mit Sebastian Vettel Zweiter wurde und beinahe ein Doppelpodium feierte, gurkten die Red Bulls auf den Plätzen sieben und acht ins Ziel. Was war los bei den Bullen? „Wir hatten keinen Grip auf den Hinterreifen, die Temperatur der Reifen war viel zu hoch“, lieferte Daniel Ricciardo eine einfache Erklärung und ein dramatisch klingendes Beispiel gleich noch dazu: „Ich hatte teilweise im vierten Gang durchdrehende Räder. Es war schon sehr komisch heute.“ Allein: Woran die Reifen-Misere lag, das konnte sich Ricciardo nicht erklären. Die heißen Temperaturen in Baku wollte er nicht als Ausrede gelten lassen. „In Singapur ist es zum Beispiel auch immer sehr heiß und der Kurs liegt uns, trotz der Hitze.“
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Dass im Rennen am Sonntag für ihn nicht viel drin war, das merkte Ricciardo schon nach „zwei, drei Runden. Bereits da habe ich am Funk gesagt, dass wir hier draußen nicht viel ausrichten können“, so der Red-Bull-Pilot. Die Konsequenz: „Wir mussten die Strategie umstellen. Zwei Stopps waren nicht der Plan, aber wir mussten es wegen den Reifen so machen.“ Im Schlussstint fuhren daher sowohl Ricciardo als auch Teamkollege Max Verstappen sogar mit der härtesten Mischung, den Medium-Reifen - als einziges Team im Feld wohlgemerkt. Immerhin eine kleine Aufholjagd konnte man so noch hinlegen, beide Fahrer schnappten sich in den Schlussrunden Nico Hülkenberg, obwohl der Force-India-Pilot einen Mercedes-Motor im Heck hat.

Auch Verstappen brachte die Reifen nicht auf Touren

„Das war mein Highlight des Rennens heute“, schmunzelte Ricciardo in Bezug auf das späte Manöver für Platz sieben. „Die Pace am Ende auf dem Medium war gut. Aber auf den beiden eigentlichen Rennmischungen waren wir nirgends. Das müssen wir verstehen“, so der Australier, der zusammenfasste: „Die Enttäuschung heute ist nicht Rang sieben, sondern dass wir zwei Stopps machen mussten.“ Auch Verstappen forderte eine Untersuchung: „Die weicheren Mischungen haben sehr stark abgebaut. Das müssen wir uns anschauen, denn in Sachen Renn-Pace waren die beiden letzten Wochenenden für uns nicht gerade die besten“, erinnerte sich der Holländer auch noch einmal an die Schwierigkeiten vor einer Woche beim Kanada GP.

„In Montreal war es zu kalt, hier war es zu heiß“, stellte Teamchef Christian Horner verblüfft fest und räumte ein: „Irgendetwas fehlt bei uns im Moment. Das Auto ist heute erst auf den härteren Reifen aufgewacht, damit hat Max dann am Schluss sogar noch die drittschnellste Runde gedreht. Aber allgemein haben wir jetzt viele Hausaufgaben zu machen, um zu sehen, wie das passieren konnte.“ Horner: „Fest steht nur, dass die Reifen bei uns schlimmer eingegangen sind als bei allen anderen Teams.“ Für Überraschung sorgte das auch bei Experte Paul di Resta. Der Ex-F1-Fahrer: „Es wundert mich, dass gerade Red Bull solche Probleme hat. Als sie mit Vettel vor ein paar Jahren ihre Titel gewonnen haben, war es gerade ihre Stärke, dass sie die Reifen schneller zum Laufen gebracht haben als die Gegner.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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