Red Bull

Formel 1: Red Bull flirtet mit VW

— 29.05.2014

Renault mit vielen Problemen

Flieht Red Bull wegen Renaults anhaltender Probleme mit dem Motor in die Arme von VW? Helmut Marko lobt die Deutschen - der Konzern ist noch skeptisch.

Ausgerechnet beim langsamsten Rennen des Jahres hatte Sebastian Vettel die größte Pannenserie der Saison. Zunächst streikte sein Antrieb im Qualifying, als der Elektromotor nicht funktionierte und ihn so die erste Startreihe kostete. Im Rennen musste der Weltmeister erneut mit Motorproblemen aufgeben. AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr jetzt: Ein Lager im Antrieb des Turboladers war defekt. Deshalb riegelte die Elektronik das Getriebe ab und Vettel blieb im ersten Gang stecken. Red Bull verliert langsam die Geduld mit Renault. Bis zum Heimrennen in Österreich am 22. Juni gibt das Vettel-Team den Franzosen jetzt noch Zeit.

Lob für VW

In Monaco war für Vettel wieder einmal vorzeitig Feierabend...

Motorsportchef Helmut Marko in der aktuellen Ausgabe der SPORT BILD: „Dort müssen wir über unseren künftigen Motorpartner entscheiden.“ Was Marko meint: Bleibt man bei Renault oder muss man sich eine Alternative suchen? Wunschpartner wäre ein Motor aus dem VW-Konzern. Erstmals sagt Marko in aller Deutlichkeit: „VW setzt heute schon in anderen Rennserien Motoren ein, die der Formel-1-Technik ähnlich sind.“ In Le Mans und der Sportwagen-WM fährt Porsche  tatsächlich mit einem 2-Liter-V4-Turbo inklusive doppeltem Hybridsystem und Direkteinspritzung. Ähnlichkeiten zum 1,6-Liter-V6-Turbo mit Energierückgewinnungssystem aus der Formel 1 sind durchaus vorhanden. Für den Einsatz im Rallyecross soll der Konzern außerdem gerade einen rund 600 PS starken Zwei-Liter-Reihenvierzylinder-Turbo bauen.

Veto von Piech

Soll heißen: Das Knowhow und die Kapazitäten sind im Konzern durchaus vorhanden. Nur Aufsichtsratschef Ferdinand Piech (77) stemmte sich zuletzt immer noch gegen den Einstieg in die Königsklasse. Mögliche Alternative: Der Volkswagen-Konzern baut einen Motor und verkauft ihn dann – eventuell sogar unter anderem Namen – an Red Bull. Zwischen 1984 und 1987 hat Porsche McLaren so unter dem Namen TAG mit Triebwerken beliefert. Fakt ist: Red Bull traut dem VW-Konzern offenbar mehr technische Kompetenz zu als den Franzosen von Renault.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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