Formel 1: Galerie - Singapur GP

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Formel 1: Red Bull greift an

— 21.09.2014

Punktbestes Team in Singapur

Red Bull hat sich beim Singapur GP als zweite Kraft präsentiert. Teamchef Christian Horner erklärt, wie die Bullen so stark zurückschlagen konnten.

„Es geht doch!“ Christian Horner holte sich unterm Podium die Gratulation der ABMS-Reporter ab und legte gleich los mit seiner Lobeshymne auf Sebastian Vettel: „Seine Reifen waren in den letzten Runden am Ende. Wie er Daniel (Ricciardo, d. Red.) trotzdem hinter sich gehalten hat, war sehr beeindruckend! Ich würde sagen, Seb ist endgültig zurück!“ Vom Schampus seiner beiden Piloten, die als Zweiter und Dritter aufs Singapur-Podest rasten, hatte Christian Horner dagegen nichts abbekommen. Daran lag es also nicht, dass der Red-Bull-Teamchef nach Rennende kaum zu verstehen war – eher schon an dem Eis in seiner Hand. „Es war eben ein heißes Rennen“, grinste Horner mit vollem Mund. Die Belohnung hatte er sich in den zwei nervenaufreibenden Stunden zuvor verdient.

Glück mit dem Safety-Car

Zwei Red Bulls durften mit Sieger Hamilton aufs Podium: Vettel (links) und Ricciardo (rechts)

„Platz zwei und drei ist ein super Teamergebnis. Das war heute eine Top-Leistung von allen“, strahlte Horner, der nicht nur seine Fahrer hervorheben wollte, die „die Reifen am Ende am Leben gehalten haben“, sondern auch die Boxencrew: „Wir haben einen Doppel-Boxenstopp gemacht. Das ist immer kritisch, trotzdem haben sie es super hingekriegt.“ Super hingekriegt hat auch der Red-Bull-Kommandostand den Umgang mit dem Safety-Car. Wenngleich Horner bescheiden einräumte: „Das war auch Glück. Das Safety-Car war für uns und unsere Strategie ein Risiko. Am Ende haben wir es aber mit den Reifen ins Ziel geschafft und dadurch die Position gegenüber Ferrari gewonnen.“ Während Fernando Alonso in die Box abbog, fuhren die Red Bulls weiter – und am Schluss vor der Konkurrenz aus Maranello ins Ziel.

Stallregie stand nie zur Debatte

Die Reihenfolge dabei war Horner übrigens egal. Stallregie zu Gunsten des in der WM besser platzierten Ricciardo stand nie zur Debatte, wie der Brite verriet. „Darüber haben wir gar nicht nachgedacht. Beide Fahrer haben mathematisch noch Chancen, sind aber weit hinten. Wir wollen, dass sie es auf der Strecke frei ausfahren und es wäre falsch, in der Situation, in der wir uns aktuell befinden, einzugreifen.“ Was müsste also passieren, damit der Kommandostand Vettel zurückpfeift? „Wenn eine realistische Chance besteht, dass Daniel gewinnt und Sebastian mathematisch raus aus dem Rennen ist, dann würden wir das zum Wohle des Teams natürlich in Erwägung ziehen. So ist die Situation aber nicht“, sagte Horner, der sich vielmehr freute, dass Vettel wieder einmal ein Erfolgserlebnis verzeichnen konnte.

Satte Ausbeute beim Nachtrennen

Christian Horner war stolz auf seine Mannen: Am Kommandostand und auf der Piste

„Es ist toll für Seb, so ein solides Wochenende und gutes Rennen zu haben. Und es ist gut für ihn wieder auf dem Podium zu stehen. Er war das ganze Wochenende über schnell und kann viel Positives aus Singapur mitnehmen.“ Genauso wie Red Bull. Trotz des Mercedes-Sieges war die Truppe aus Milton Keynes nämlich mit 33 gesammelten WM-Zählern das punktbeste Team im Stadtstaat. „Unsere beiden Fahrer haben Nico (Rosberg, d. Red.) heute Punkte abgenommen“, freute sich Horner beim Blick auf den Tabellenstand. Noch mehr ließ ihn allerdings der Trend strahlen, der sich in Singapur abzeichnete.

Von 20 Minuten auf 2 Stunden

Mercedes hat uns gegenüber immer noch einen Vorteil, aber es war hier klar zu erkennen, dass wir viel näher an ihnen dran sind, als das zuletzt auf den anderen Strecken der Fall war.“ Nach den Problemen die Red Bull gerade zu Saisonbeginn hatte laut Horner eine Leistung, auf die man sehr stolz ist. „Daran sieht man wie gut unser Team wirklich ist! Wir haben uns zurückgekämpft, diese Saison schon drei Rennen gewonnen und heute sind wir Zweiter und Dritter geworden – in einem Rennen, das zwei Stunden gedauert hat. Vor der Saison wären wir schon froh gewesen, wenn wir überhaupt 20 Minuten schaffen. Das ist eine tolle Leistung.“

Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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