Red Bull

Formel 1: Red Bull mit TAG-Heuer-Motoren

— 04.12.2015

Kein TAG wie jeder andere

Red Bull fährt auch 2016 mit Renault-Motoren - diese werden aber von Spezialist Mario Illien weiterentwickelt und hören auf den Namen TAG Heuer.

Die Zukunft von Red Bull in der Formel 1 ist endgültig gesichert. Red Bull Racing wird ab 2016 mit Antriebseinheiten von Renault fahren. Weiterentwickelt werden diese, so erfuhr AUTO BILD MOTORSPORT, von Ex-Mercedes-Motorenbauer Mario Illien. Der Motor trägt den Namen TAG Heuer. Der Schweizer Uhrenhersteller steigt als Namensgeber des Motors in das Formel-1-Projekt mit ein. Das neue Auto für 2016 trägt den Namen Red Bull-TAG Heuer RB12. Die Fahrer bleiben mit dem Australier Daniel Ricciardo und dem Russen Daniiel Kvyat die gleichen wie 2015. Auch die Zukunft von Red-Bulls-Juniorteam Toro Rosso ist gesichert. Das in Faenza stationierte Team wird mit Ferrari-Motoren von 2015 an den Start gehen. Max Verstappen (NL) und Carlos Sainz (E) werden damit ihre zweite Saison bei Toro Rosso in Angriff nehmen.
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Erleichterung bei Marko

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Der Red-Bull-Deal mit TAG Heuer wurde möglich, weil Renault nach monatelangem Ringen jetzt doch entschieden hat, das von der Insolvenz bedrohte Lotus-Team zu kaufen und damit als Werksteam in der Königsklasse des Automobilsports zu bleiben. Das war die Voraussetzung dafür, dass Red Bull den Renault-Motor in Eigenregie weiterentwickeln darf. Für Red-Bull-Chefdesigner Adrian Newey und Mario Illien gibt es ein Comeback. Beide arbeiteten von 1998 bis 2005 bei McLaren-Mercedes zusammen. Unter anderem gewannen sie dabei mit Mika Häkkinen 1998 und 1999 zwei Fahrertitel. Die Erleichterung war Red-Bull-Chefberater Helmut Marko am Telefon anzuhören.

Formel-1-Saison 2015 in Bildern

Die Formel-1-Saison 2015 in Bildern Die Formel-1-Saison 2015 in Bildern Die Formel-1-Saison 2015 in Bildern
Monatelang kämpfte er verzweifelt darum, eine Motorlösung für die beiden Red-Bull-Teams zu finden. Sowohl mit Mercedes als auch mit Ferrari war man im Gespräch. Zusammen aber kamen die Parteien nicht. "Das Wichtigste jetzt ist, dass es weitergeht," so Helmut Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT, "auch wenn wir drei Monate im Rückstand sind." Das bedeutet für den Saisonauftakt in März, dass Schwesterteam Toro Rosso vom Motor her noch einen Vorteil gegenüber Red Bull haben könnte. Grund: Acht Zehntel, so betrug der Vorsprung des Ferrari-Motors laut internen Rechnungen gegenüber dem Renault-Antriebsaggregat von 2015. Mario Illien, der im Moment noch in Australien ist, hat also einen Haufen Arbeit vor sich.
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Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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