Formel 1: Die besten Bilder aus Hockenheim

Formel 1: Red Bull mit zwei Bestzeiten

Verstappen mit neuem Rundenrekord

Max Verstappen Schnellster am Hockenheim-Freitag. Warum Red Bull trotzdem vor Schwierigkeiten steht und beim Deutschland GP ein Reifen-Poker droht.
Kleine Überraschung am Hockenheim-Freitag: Nicht Ferrari oder Mercedes sondern Red Bull startet am ersten Tag beim Deutschland GP mit zwei Bestzeiten ins Wochenende. Nach Daniel Ricciardo am Vormittag, ist in den Nachmittagsstunden Teamkollege Max Verstappen der Schnellste - mit einer Zeit von 1:13.085 Minuten auf ultraweichen Reifen dreht der Holländer sogar einen neuen Rundenrekord.
Alle Zeiten und Zahlen hier: Ergebnisse im Überblick

Max Verstappen muss zwischenzeitlich zuschauen

Rund 25 Minuten vor Schluss wird Verstappen aber von einem Problem beim Runterschalten eingebremst. "Hört ihr das?", funkt der 20-Jährige mit sorgenvoller Stimme an den Kommandostand und steuert anschließend die Red-Bull-Box an. Nach einigen Checks kann Verstappen in den Schlussminuten aber noch einmal auf die Strecke gehen.
Hinter Verstappen reiht sich wie schon am Vormittag Lewis Hamilton als Zweiter ein. Dem Mercedes-Star, der seinen Vertrag mit den Silberpfeilen vor dem Rennen um zwei weitere Jahre bis 2020 verlängert hat, fehlen 0,026 Sekunden zur Bestzeit. Teamkollege Valtteri Bottas, der ebenfalls mindestens ein Jahr bei Mercedes bleiben darf, reiht sich mit einem Zehntel Rückstand als Dritter ein.
Platz vier geht wie schon in der ersten Session an Sebastian Vettel. 0,225 Sekunden fehlen dem Ferrari-Star zur Spitze.

Auch Sebastian Vettel kämpft mit den Reifen

Bei den Longruns auf der ultrasoften Mischung ist Vettel mit durchschnittlichen 1:18,1-er Zeiten zwar der Schnellste, weil seine Pirelli-Pneus aber früh Blasen werfen, kommt er nur sechs Runden weit. Etwas solider, wenn auch langsamer: Die Mercedes-Piloten mit 1:18,3-er und 1:18,5-er Zeiten von Bottas respektive Hamilton.
Auf der härteren Medium-Mischung ist indes Daniel Ricciardo der Beste. Der Australier muss das Rennen nach dem Wechsel diverser Motorteile (s. unten) von ganz hinten aufnehmen, konzentriert sich am Freitagnachmittag deshalb ausschließlich auf seine Rennstrategie und belegt nur den 13. Rang. Mit 1:18,3-er Runden im Schnitt liegt er auf der härtesten Mischung ein Zehntel vor Mercedes (Bottas) und fünf vor Ferrari (Räikkönen).

Dicke Blasen am Hinterreifen von Nico Hülkenberg

Die Gummis bereiten dem Ferrari-Piloten dann auch Kopfzerbrechen: "Wenn es so bleibt, ist es mehr wie in Österreich, wo wir alle sehr limitiert bei den Reifen waren", klagt Räikkönen über die hohe Streckentemperatur am sonnigen Freitag. Der Finne gibt allerdings auch zu bedenken: "Wir müssen abwarten, was das Wetter am Wochenende macht." Vor allem am Samastag ist für Hockenheim eine hohe Gewitter- und Regenwahrscheinlichkeit angesagt.
Sollte es im Qualifying tatsächlich regnen, dürfte das auch Nico Hülkenberg freuen. Der zweite Deutsche wird zwar immerhin Neunter im zweiten Training, beklagt ob der Hitze aber große Abnutzungserscheinungen an den Hinterreifen seines Renault.

So lief das erste Training:

Hockenheim hat sie wieder: Nach einem Jahr Pause heulen endlich wieder Formel-1-Motoren im Motodrom auf! Pünktlich um 11:00 Uhr Ortszeit fährt Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo als Erster auf die Strecke - der Australier liegt dann auch anderthalb Stunden später ganz vorne, toppt mit einer Zeit von 1:13.525 Minuten die Zeitenliste, 0,004 Sekunden vor Mercedes-Star Lewis Hamilton.
Alle Zeiten und Zahlen hier: Ergebnisse im Überblick
Allein: Mit einer Spitzenposition wird es für Ricciardo am Wochenende schwer. Beim Aussie werden diverse Motorteile gewechselt (unter anderem die MGU-K, Elemente der Kontrollelektronik und der Energiespeicher), das Rennen am Sonntag startet er damit von ganz hinten.

Nur die Bestzeit macht Daniel Ricciardo gute Laune

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erklärt: "Wir hatten schon die letzten Rennen Glück, dass es noch ohne Strafe ging. Mit den Teilen, die wir noch hatten, haben wir es maximal herrausgezögert." Horner weiter: "Jetzt müssen wir hier 30 Strafplätze in Kauf nehmen. Dafür tauschen wir alles aus, das hält dann hoffentlich eine Weile."
Ziel der Aktion: Beim nächsten Rennen in Ungarn rechnet sich Red Bull bessere Chancen auf den Sieg aus. "Wir sind auch hier wieder im (langsameren; d. Red.) letzten Sektor stark. Wenn sich dieses Schema hält, sieht es in Budapest und Singapur gut für uns aus", so Horner.
Auch Max Verstappen im zweiten Red Bull kann am Freitag in Hockenheim überzeugen, mit 0,189 Sekunden Rückstand ordnet er sich hinter Ricciardo und Hamilton als Dritter ein. Die Top-3 setzen dabei auf ultraweiche Reifen.

Wilder Ritt durchs Kiesbett von Nico Hülkenberg

Auf der deutlich härteren weichen Mischung wird Ferrari-Star Sebastian Vettel Vierter zum Auftakt in sein Heimspiel-Wochenende. 0,271 Sekunden fehlen dem Deutschen auf die Bestzeit. Vettel setzt im Training diverse Updates am Ferrari ein, unter anderem einen neuen Auspuff und Heckflügel hat die Scuderia am Wochenende im Gepäck.
Als Zehnter gerade noch in die Top-10 schafft es auch der zweite Deutsche, Nico Hülkenberg. Der Renault-Pilot leistet sich auf dem Weg dahin allerdings zwei Ausritte durch die Wiese - einmal in Kurve zwei und dann bei deutlich höherem Speed noch einmal in Turn zwölf. Immerhin: Ein Einschlag in die Mauer bleibt Hülkenberg dabei erspart.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / F1

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