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Formel 1: Red Bull nach Kritik sauer

Sainz in Ungnade gefallen

Die Zeichen bei Carlos Sainz Jr. und der Red-Bull-Familie stehen auf Trennung: Schon beim Ungarn GP könnte der Spanier nicht mehr im Toro Rosso sitzen.
Toro-Rosso-Fahrer Carlos Sainz junior (22) ist bei Red Bull in Ungnade gefallen und spielt keine Rolle mehr in den Zukunftsplänen der Österreicher. Grund: Der Sohn von Spaniens Rallye-Legende Carlos Sainz kritisierte in Interviews in den vergangenen Wochen immer wieder die Fahrerkader-Planung von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz und dessen Chefberater Helmut Marko.

Carlos Sainz hat seine Zukunft bei Red Bull verspielt

Sainz scheint es offenbar immer noch nicht verwunden zu haben, dass im April 2016 sein damaliger Toro-Rosso-Teamkollege Max Verstappen zum Hauptteam Red Bull befördert wurde und nicht er selbst. Er fühle sich zu Höherem berufen und machte das allzu deutlich. Jetzt muss der Spanier mit den Konsequenzen leben. ABMS erfuhr: Red Bull ist bereit, Sainz trotz gültigen Vertrages schon zum nächsten Rennen in Budapest zu Renault ziehen lassen, wenn die Ablösesumme stimmt.
Derzeit verhandeln Renault-Teamchef Cyril Abiteboul und Red-Bull-Berater Helmut Marko über die Höhe der Abfindung. Die soll um die acht Millionen Dollar liegen. Sollte Renault das Geld aufbringen, könnte Sainz schon ab dem Ungarn GP den Briten Jolyon Palmer bei Renault ersetzen und der französische Red-Bull-Junior Pierre Gasly den dann freigewordenen Platz beim Ausbildungsteam Toro Rosso einnehmen.
Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz sagte bei ABMS während des Österreich GP vergangene Woche auf Sainz angesprochen: "Wenn ein Fahrer nicht bleiben will, wenn die Liebe erloschen ist, kann man einen auch mit Verträgen nicht zwingen zu bleiben. Dann sollte man besser loslassen." Chefberater Helmut Marko wurde noch deutlicher: "Man sollte nicht in Hand beißen, die einen füttert."

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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