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Formel 1: Red Bull nur dritte Kraft

— 25.03.2017

Verstappen schlägt Alarm

Crash und schwache Pace: Red Bull ist bisher der Verlierer unter den Top-Teams. Verstappen schlägt Alarm, Horner erklärt: Das ist Red Bulls Problem.

Enttäuschendes Qualifying für Red Bull in Australien und ein besonders bitterer Samstag für Daniel Ricciardo: Der Lokalmatador crashte seinen RB13 beim ersten schnellen Versuch in Q3. Bei den vielen australischen Fans ging ein Raunen um die Strecke, als ihr Favorit im Kiesbett aus seinem Auto kletterte und per Motorroller an die Box zurückgebracht wurde. „Physisch bin ich okay, aber emotional hat das heute wehgetan“, erklärte Ricciardo wenig später.

Aus in Q3: Ricciardos Qualifying endet im Kiesbett

„Das Auto hat mich hinten überrascht und ging weg. Keine Chance, das noch abzufangen“, fasste der geknickte Australier zusammen. Zwar war der primäre Grund für Ricciardos Ausrutscher ein Fahrfehler, doch die Ursachen gehen weiter: Der RB13 ist extrem diffizil abzustimmen, funktioniert aktuell nur in einem sehr kleinen Arbeitsfenster. Treffen die Piloten dieses nicht, wird es extrem schwierig für sie - zumal die Auto-Generation 2017 ohnehin schwerer zu beherrschen ist. Adrian Neweys neuster Entwurf präsentiert sich bisher noch als zickiges Biest. Max Verstappen verriet mit Blick auf den Abflug seines Teamkollegen: „Das Problem ist, dass die Reifen jetzt so breit sind. Sobald du aber damit rutschst oder einen heiklen Moment hast, verlierst du auf einmal viel mehr Grip. Da gibt es kein Halten mehr.“ Weil Red Bull in Melbourne bisher hinter den Erwartungen hängt, riskierte Ricciardo vor seinen Fans besonders viel. Teamchef Christian Horner: „In Kurve 14 hat er es dann übertrieben und das Auto verloren.“

Auch Verstappen hatte mit dem RB13 zu kämpfen

Doch der Brite weiß selbst: In erster Linie muss Red Bull Lösungen finden, damit die Fahrer nicht über das Limit gehen müssen. Horner zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Wir haben nicht nur Rückstand beim Motor (Renault; d. Red.), auch unser Chassis hat noch Schwächen. Wir müssen das Abstimmungsfenster vergrößern.“ Die Saison schreibt Horner trotz des Fehlstarts aber noch lange nicht ab. „Letztes Jahr hatten wir in Australien einen Mega-Rückstand und standen in China plötzlich in Reihe eins“, erinnert er sich.

Ausgerechnet Verstappen glaubt allerdings nicht an eine schnelle Rückkehr an die Spitze. Der junge Holländer schlug nach dem Qualifying Alarm: „Ich habe es schon bei den Tests kommen gesehen. Mehr als dritte Kraft ist im Moment nicht für uns drin. Das Auto ist sehr sensibel. Wir haben nicht die Pace, nicht die Power und auch nicht den Grip, um Mercedes und Ferrari anzugreifen.“ Verstappen: „Ich bin nur realistisch. Ich fürchte es wird morgen ein sehr einsames Rennen. Denn auch nach hinten ist die Lücke groß.“
Die Ergebnisse vom Samstag: Alle Zeiten im Überblick

Ricciardo im Gespräch mit Landsmann Mark Webber

Der Holländer geht den ersten Grand Prix des Jahres als Fünfter an. Ricciardo, ohne Zeit in Q3, muss von Platz zehn aus losfahren - wenn ihm nicht noch zusätzliches Ungemach droht, etwa in Form eines Getriebewechsels. „Das Auto sieht am Heck gar nicht gut aus. Ich hoffe wir haben genügend Teile dabei“, urteilte Ricciardo. Vor seinen Mechanikern liegt auf jeden Fall eine Nachtschicht, damit die australischen Fans am Sonntag vielleicht doch noch jubeln dürfen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images / Picture-Alliance / F1

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