Die besten Bilder aus Spa

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Formel 1: Red Bull splittet Taktik

— 27.08.2016

Fahrer wählen Strategie selbst

Dem Team kann es nur recht sein: Die Red-Bull-Piloten sind sich bei der Strategiewahl für das Rennen in Spa uneinig und gehen daher getrennte Wege.

Ein heißes Eisen im Feuer hat Teamchef Christian Horner am Sonntag beim Belgien Grand Prix auf jeden Fall: Denn Max Verstappen und Daniel Ricciardo starten in Spa auf unterschiedlichen Reifensätzen in das Rennen. „Es gab heute morgen als wir es diskutiert haben keinen klaren Schnitt oder Plan. Deshalb habe ich den Fahrern ihre freie Wahl gelassen und beide wollten es so machen, wie sie jetzt starten“, verriet Horner nach dem Qualifying.

Red Bull geht das Rennen in Spa unterschiedlich an

Verstappen beginnt das Rennen auf den schnelleren superweichen Reifen, erhofft sich so Chancen Pole-Mann Rosberg auf den ersten Metern angreifen zu können. Nachteil: Die superweichen Pneus halten nicht besonders lange, Verstappen wird vor den Konkurrenten an der Spitze zum ersten Stopp kommen müssen. Teamkollege Daniel Ricciardo setzt auf P5 auf die gleiche Reifenwahl wie Rosberg und die beiden Ferraris in Reihe zwei. Der Australier fährt mit weichen Pneus los.

„Für das Team ist das gut, weil wir so automatisch beide taktischen Möglichkeiten vereint haben“, zeigte sich Horner ob der unterschiedlichen Herangehensweise im eigenen Lager entspannt. „Es wird morgen faszinierend, zu sehen, wie sich die Reifen im Rennen verhalten“, so der Brite. „Wir glauben natürlich beide, das jeweils unsere Strategie die beste ist“, grinste unterdessen Ricciardo. „Ich hoffe meine Wahl kommt mir morgen entgegen und bin von ihr überzeugt - auch wenn Max es anders machen wollte“, erklärte der Australier.

Blasenbildung: Deshalb fährt Ricciardo konservativ

Zumindest am Samstag musste er sich seinem Stallrivalen auf der Strecke aber geschlagen geben. „Normalerweise wäre ich davon enttäuscht, wenn Max vor mir steht. Heute bin ich es aber nicht. Für mich war es einfach wichtig, dass ich auf den weichen Reifen starten kann. Außerdem bin ich hier auch vor zwei Jahren vom fünften Platz losgefahren“, sagte Ricciardo mit einem Augenzwinkern. 2014 gewann er den Großen Preis von Belgien - allerdings auch unter Mithilfe der Mercedes-Stars, die sich damals in der Startphase berührten.

Am Sonntag setzt Ricciardo weniger auf fremde Hilfe als auf die eigene Stärke. „Wir sind hier sehr stark im Mittelsektor und auch im ersten nicht so weit hinten.“ Ein klares Zeichen, das Red Bull auch in Sachen Motor gut nachgerüstet hat. Was Ricciardo zusätzlich freut: „Mittlerweile sind wir auf fast jedem Streckentyp schnell. Und mein Gefühl sagt mir, dass unsere Longrun-Pace hier sogar noch besser ist als die über eine schnelle Runde.“

Verstappen mit ABMS-Reporter Ralf Bach in Spa

Teamkollege Verstappen hatte indes eine andere Erklärung für seinen Speed auf dem Ardennen-Kurs. „Es müssen die Zuschauer sein!“, lachte der Holländer, der in Belgien geboren wurde und am Wochenende sein Heimspiel feiert. „Vor meinen Fans zu fahren und so angefeuert zu werden, gibt mir extra Motivation.“ So sehr scheinbar, das Verstappen am Samstag gleich einen uralten Rekord brach. Mit seinen 18 Jahren ist er nun nämlich der jüngste Starter aus der ersten Reihe eines Grand Prix aller Zeiten. Bis dato hatte der damals 19-jährige Mexikaner Ricardo Rodriguez den Rekord inne - aufgestellt beim Monza GP 1961!

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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