Red Bull

Formel 1: Red Bull überrascht im Training

— 14.03.2014

Marko wettet auf Vettel-Sieg!

Ist die große Red-Bull-Krise schon wieder vorbei? Im ersten Melbourne-Training geben Mercedes und Ferrari den Ton an - Vettel aber in Schlagdistanz.

Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko witterte nach 115 fast problemlosen Runden seiner beiden Piloten in den ersten freien Trainings von Melbourne Morgenluft. „Ich habe 100 Euro auf einen Vettel-Sieg gewettet“, erzählte der Österreicher AUTO BILD MOTORSPORT. „Die Quoten waren mit 1:12 endlich mal so gut, dass es sich gelohnt hat.“ Und vielleicht ist ein Gewinn wahrscheinlicher, als Marko es selbst bei Wettabschluss für möglich hielt...

Vettel auf Platz vier

Lauda (li.) ahnt Böses: Sind Red Bull & Marko (re.) nach der Aufholjagd etwa schon wieder vorne?

Fakt ist: Für Red Bull geht es nach katastrophalen Wintertests steil bergauf. „Die Tag- und Nachtschichten tragen erste Früchte“, rapportiert Marko nach Platz vier für Sebastian Vettel im zweiten freien Freitagstraining. In der ersten Session belegte der Deutsche den siebten Rang. Dass der RB10 funktioniert bestätigte auch Vettels neuer Teamkollege Daniel Ricciardo mit den Plätzen fünf und sechs. „Wir wissen jedenfalls, wo wir jetzt ansetzen müssen“, freute sich Marko. Eine neue Motorsoftware, die eine Red-Bull-Task-Force für Renault programmiert hat, sorgt endlich für die lang ersehnte Harmonie zwischen Turbomotor und Hybridsystem.

Zuverlässigkeit im Fokus

Marko: „Sowohl der Speed als auch der Reifenverschleiß waren ermutigend. Dabei fangen wir gerade erst an mit den Abstimmungsarbeiten.“ Hülkenberg-Manager Werner Heinz prognostizierte bereits: „Wenn Red Bull so weitermacht, fahren sie am Samstag auf Poleposition.“ Marko mahnt indes zur Zurückhaltung: „Erst mal das Rennen abwarten“, sagt er. „Zuverlässigkeit ist derzeit wichtiger als alles andere. Im Qualifying sehe ich Mercedes vorne. Im Rennen ist es ziemlich offen zwischen uns und ihnen.“ Eine Aussage, die nach den Tests nicht mal die größten Optimisten unter den Formel-1-Experten erwartet hätten.

Hamilton mit Bestzeit

Schnell aber nicht frei von Problemen: Lewis Hamilton blieb erst liegen, fuhr dann die Tagesbestzeit.

Die Konkurrenz erlebt ihr blaues Wunder! Red Bulls erstes Lebenszeichen des Jahres hat bei Mercedes für nervöse Mienen gesorgt. Aufsichtsrat Niki Lauda recherchierte bei Kumpel Marko umgehend nach Gründen für das unerwartete Red Bull-Comeback. Zwar präsentierten sich die Silberpfeile, wie nach dem starken Winter erwartet, auch beim Trainingsauftakt als stärkste Kraft im Feld – doch entspannen kann Mercedes nicht. Bereits bei seiner ersten Ausfahrt am Vormittag blieb Lewis Hamilton mit einem Defekt am Ölsensor liegen. Später knallte der Brite mit einer Umlaufzeit von 1:29,625 Minuten dann die Tagesbestzeit auf den Asphalt des Albert Parks.

Rosberg Zweiter

„Ich habe mich im Auto ganz wohlgefühlt und wir konnten im zweiten Training trotz des Zwischenfalls am morgen noch gute Daten sammeln“, resümierte Hamilton nach Tag eins. „Ich habe also durchaus ein positives Gefühl, denn wir sind heute alles in allem ganz gut durchgekommen, ich habe schnell meinen Rhythmus gefunden und die Balance stimmt auch schon“, freute sich der Ex-Weltmeister. Teamkollege Nico Rosberg rundete das gute Mercedes-Ergebnis als Zweiter ab.

Alonso vorne dabei

Vettel kann schon wieder lachen: Der schlechte Test-Winter scheint in Down Under wie weggeblasen.

„Es war ein guter Tag und ich blicke optimistisch auf das Wochenende – trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass hier alles am Limit ist. Die Haltbarkeit, wie man bei Lewis sehen konnte, und auch der Spritverbrauch sind ziemlich kniffelig“, räumte Rosberg ein. Und dann sind da ja auch noch die Verfolger... Mit guten Zeiten machte Fernando Alonso im Ferrari auf sich aufmerksam, der Spanier wurde hinter den Mercedes-Fahrern im zweiten Training Dritter, am Vormittag stellte er sogar die Bestzeit auf. Direkt hinter dem Top-Trio folgte dann schon Vettel. „Das ist eine große Erleichterung“, räumte der Red-Bull-Pilot selbst ein und fügte hinzu: „Es war ein sehr guter Tag heute.“

Erleichterung bei Vettel

„Wir hatten keine großen Probleme, unsere beiden Autos liefen gut und auch wenn die Zeiten am Freitag natürlich noch nicht so viel Aussagekraft besitzen, ist es mir lieber mit vorne dabei zu sein als irgendwo im Hinterfeld zu stehen.“ Der Heppenheimer kann also erstmals in diesem Jahr beruhigt ins Bett gehen: „Wir wissen ja auch, dass in Sachen Speed bei uns noch mehr kommen wird – bislang fühlt es sich also sehr gut an“, grinste Vettel nach dem überraschend starken Auftritt Red Bulls. Weniger gut lief es am ersten Trainingstag für die beiden anderen Deutschen im Feld. Nico Hülkenberg wurde im Force India Elfter und Zehnter, Adrian Sutil (Sauber) kam nicht über die Plätze 15 und 14 hinaus.

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Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach, Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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