Die besten Bilder aus Abu Dhabi

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Formel 1: Red Bulls Reifentaktik

— 26.11.2016

Funkt Red Bull Rosberg dazwischen?

Am Ende könnte Red Bulls Reifenwahl die WM entscheiden: Daniel Ricciardo und Max Verstappen setzen anders als die Konkurrenz auf superweiche Pneus.

Dieser Verbremser könnte für Nico Rosberg in der WM noch einmal ganz wichtig werden: Max Verstappen blockierten die Räder in Kurve elf auf seinem letzten schnellen Versuch in Q3 - dadurch brachte der Holländer sich nicht nur selbst um eine bessere Zeit, auch der direkt dahinter fahrende Sebastian Vettel wurde kurz von den gelben Flaggen irritiert und eingebremst. Eine Attacke auf die Silberpfeile war damit abgeblasen und auch ihren Teamkollegen mussten sich Verstappen und Vettel geschlagen geben.
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Verstappen hat am Sonntag einiges aufzuholen

„Ich starte als Letzter der Top-3-Teams. Darüber bin ich natürlich nicht glücklich“, sagte Verstappen, dessen Hoffnungen nun auf Red Bulls Strategie ruhen. Denn anders als Mercedes und Ferrari setzen die Bullen am Start auf die superweiche Mischung. „Die Ultrasofts waren heute Vormittag auf dem Longrun schwach. Die Supersofts funktionierten bei den hohen Temperaturen hingegen super“, erklärte der Holländer Red Bulls Taktik.

Doch genau hier könnte ein Denkfehler liegen: Denn das Rennen in Abu Dhabi startet mit Anbruch der Dunkelheit. Im Verlauf des Grand Prix gehen die Temperaturen in der Regel um zehn Grad nach unten. Dass Red Bull auf Teufel komm raus etwas anderes als die Konkurrenz versuchen wollte, hatte jedoch noch andere Beweggründe. Bereits am Freitag deutete Verstappen an: „Ein Undercut gegen Mercedes muss uns nicht zwingend helfen. Sie sind nicht blöd. Vielleicht bleiben wir auch im Verkehr stecken, wenn wir das versuchen...“ Abu Dhabi gilt traditionell als Kurs, auf dem man nur schwer überholen kann.

Ricciardo will Mercedes im Rennen Paroli bieten

Also probiert es Red Bull jetzt andersherum, wird nach dem Start planmäßig erstmal länger fahren als die Gegner. „Wenn man auf den gleichen Reifen startet, fährt man nur hinterher. Deswegen ist es gut, was anderes zu machen“, unterstreicht Verstappen. Noch interessanter ist die Angelegenheit für Teamkollege Daniel Ricciardo. Als Dritter hat er auf der sauberen Seite die Chance, sich mit einem guten Start zumindest an einem Mercedes vorbeizuschieben.
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„Wir haben den Trend dieses Jahr ja schon öfter gesehen: Wenn wir in der Position sind, es mit einer alternativen Strategie zu probieren, versuchen wir es“, meinte Ricciardo. „Mal sehen, was es morgen bringt. Heute jedenfalls waren unsere Zeiten gut, als es darauf ankam.“ Noch wichtiger aber: Der Australier konnte am Freitag auch über die Distanz starke Runden abspulen. So könnte er dem WM-Duell an der Spitze doch noch Brisanz verleihen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Getty Images

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