Formel 1 Regeln

Formel 1 Regeln

— 11.03.2010

Mehr Risiko für den Sieg

Mit vier neuen Regeln nimmt der Automobil-Weltverband FIA in diesem Jahr drastisch Einfluss auf die Formel 1. So soll auch die Risikobereitschaft der Piloten erhöht werden.

Das Punktsystem wird umgestellt, die Top 10 im Qualifying werden bestraft, es darf nicht mehr während eines Rennens getankt werden, und die Vorderreifen werden schmaler. autobiildmotorsport.de nennt die gravierenden Auswirkungen auf die Saison 2010. Erstens: neue Punkteverteilung. Jetzt erhalten die ersten zehn Piloten eines Rennens WM-Punkte (bisher die ersten acht). Der Sieger erhält 25 Punkte (bisher 10). Platz zwei ist 18 Punkte wert (8), Rang drei 15 (6), der vierte Platz 12 Zähler (5). Die restlichen Plätze werden nach dem Schlüssel 10-8-6-4-2-1 verteilt. Der Punktabstand zwischen Platz eins und zwei wird dadurch größer, ein Sieg ist deutlich mehr wert. Die FIA will so die Risikobereitschaft der Piloten erhöhen, also Überholvorgänge forcieren. Das Schema wird sowohl bei der Fahrerwertung als auch bei der Hersteller-Wertung angewendet.

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Ab jetzt nur noch Reifenwechsel: Während eines Rennens dürfen die Teams nicht mehr nachtanken.

Zweitens: Handicap für die schnellsten zehn Fahrer im Qualifying. Sie müssen mit den Reifen ins Rennen gehen, die bei der jeweils schnellsten Runde zum Einsatz gekommen sind. Damit werden in der Startphase die Fahrer auf den hinteren Rängen bevorteilt, die gebrauchten Reifen bauen schneller ab. Ferner wurde die Anzahl der insgesamt zur Verfügung stehenden Reifen reduziert. Auf Wunsch von Exklusivlieferant Bridgestone müssen die Piloten in dieser Saison mit elf statt 14 Reifensätzen (Trockenreifen) pro Wochenende auskommen.
Drittens: Tankverbot während des Rennens.
Die Fahrer müssen mit einer  Tankfüllung auskommen. Das bedeutet: Statt 80 bis 110 Litern muss der Tank jetzt etwa 240 Liter fassen. Die Autos werden fast 10 bis 15 Zentimeter länger. Das Problem: »In der Qualifikation fahren wir mit fast leerem Tank, sind am Rennstart aber randvoll. Das sind zwei Extreme, zwischen denen wir nichts am Auto ändern dürfen«, erläutert der Mercedes-Teamchef Ross Brawn.

Mit den Reifen ändern sich die Autos

Die Vorderreifen sind 2,5 Zentimeter schmaler als vergangenes Jahr. Damit neigen die Autos zum Untersteuern.

Viertens: Die Vorderreifen sind um 25 Millimeter schmaler geworden. Folge: Dadurch sinkt der Grip an der Vorderachse, die Autos tendieren jetzt mehr zum Untersteuern. Das heißt, der Rennwagen schiebt über die Vorderräder in der Kurve nach außen. 2009 klagten die Piloten noch über die Tendenz
eines ausbrechenden Hecks (Übersteuern). Durch die schmaleren Vorderreifen werden die hinteren
Pneus entlastet. Zudem kann die Luft effektiver an den Vorderreifen vorbei unters Auto geleitet werden. Beim Splitter unterhalb des Cockpits und beim Diffusor am Ende des Unterbodens sind deshalb noch extremere Formen zu erwarten. Mercedes-Teamchef Ross Brawn: »Red Bull hat schon vergangenes Jahr mit dem hohen Vorderchassis einen interessanten Ansatz gezeigt, der 2010 sehr verbreitet sein wird.«

Autor: Bianca Garloff

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