Die besten Bilder aus Abu Dhabi

Formel 1: Renault feiert Held Hülkenberg

Strafe und Panne: Hulk nicht zu stoppen

Renault schnappt sich beim Finale Rang sechs in der Team-WM und feiert Nico Hülkenberg. Lob gibt es vom Teamchef, sauer ist man bei Force India.
Aufs Podium hat es Nico Hülkenberg in der Formel 1 auch dieses Jahr nicht geschafft - wie ein kleiner Sieg fühlt sich die Zieldurchfahrt in Abu Dhabi für den Deutschen aber trotzdem an. Die Renault-Mechaniker jubeln an der Boxenmauer, feiern Hülkenbergs sechsten Platz im Rennen. Mit diesem schieben sich die Franzosen in der Konstrukteurs-WM ebenfalls auf Rang sechs vor und an Toro Rosso vorbei.

Enges Duell: Gegen Perez zog Hülkenberg alle Register

„Das war ein ganz schöner Thriller“, grinst Hülkenberg. Früh im Rennen fängt sich der Deutsche fünf Strafsekunden ein, weil er Sergio Perez abseits der Strecke überholt. Hülkenberg: „Er hat sich verbremst, kam weit. Deswegen konnte ich nirgends hin. Ich finde, er hat mich da ein bisschen von der Strecke gedrängt. Aber unter den Umständen ist die Strafe noch ganz fair.“
Bei Ex-Team Force India sieht man das anders. „Er hätte die Position zurückgeben müssen. So war die Strafe keine wirkliche Strafe“, meint Ex-Teamkollege Perez - denn Hülkenberg macht auf der Strecke anschließend genug Zeit gut, um auch nach Absitzen der Strafe beim Boxenstopp vorne zu bleiben. Force-India-Technikchef Andrew Green unterstellt Hülkenberg sogar Berechnung: „Die ganze Regel ist doch Müll. Wenn ich weiß, dass mein Auto schneller ist, kann man ja einfach immer abkürzen und die Zeitstrafe danach leicht wieder rausfahren.“

Carlos Sainz hatte nach der Boxenpanne Feierabend

Eng wird es für Hülkenberg aber trotzdem, denn beim Reifenwechsel klemmt auf einmal die Radmutter hinten rechts: „Ich wusste, dass ich eigentlich genug Vorsprung habe, um vor Checo (Perez; d. Red.) zu bleiben. Da bin ich dann aber schon nervös geworden.“ Beim 'Hulk' geht die Panne glimpflich aus, kostet nur etwas Zeit - nicht so bei Teamkollege Carlos Sainz. Auch beim Spanier verpatzt die Crew den Stopp - mit fatalen Folgen: Weil das linke Vorderrad nicht richtig drauf ist, rutscht er schon in der Boxenausfahrt raus und muss sein Auto aus Sicherheitsgründen kurz danach abstellen.
Teamchef Cyril Abiteboul räumt ein: „Wir hatten dieses Jahr zwei große Schwachstellen: Die Boxenstopps und die Zuverlässigkeit. Da müssen wir etwas ändern.“

P6: Der 'Hulk' bescherte Renault das Traumergebnis

Am Ende überwiegt aber trotzdem die Freude bei Abiteboul: „Es gibt kein Wort, um das heute zu beschreiben. Nico war herausragend. Das hat er die ganze Saison schon gezeigt, vor allem im Qualifying.“ Abiteboul lobt: „Er hat gesagt, die neuen Autos kommen ihm entgegen. Das konnte man heute sehen. Ich kann mich nur an zwei Sonntage in Baku und Suzuka erinnern, wo wir etwas haben liegenlassen. Ansonsten war es ein Top-Job und ein großartiges Resultat heute.“
Hülkenberg kontert den Dank des Teams schon am Funk cool: „Kein Stress, das ist mein Job. Dafür bin ich da.“ Später fügt er hinzu: „Wir haben dieses Wochenende all unsere Ziele erreicht. Jetzt schauen wir aufs nächste Jahr. Dafür gibt uns der gute Saisonabschluss nochmal einen dicken moralischen Boost.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Hülkenberg Instagram

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