Die besten Bilder aus Monaco

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Formel 1: Ricciardo holt Monaco-Pole

— 28.05.2016

Mercedes erneut mit Problemen

Ein Red Bull startet in Monte Carlo vor zwei Mercedes: Daniel Ricciardo schnappte sich die wichtige Monaco-Pole vor Nico Rosberg und Lewis Hamilton.

Pole für Daniel Ricciardo in Monaco! Der Australier schnappte sich beim Saison-Highlight in den engen Gassen Monte Carlos den ersten Startplatz vor den Mercedes-Rivalen Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Für den 26-jährigen Australier war es seine erste Pole-Position in der Formel 1. "Toll, dass es ausgerechnet hier geklappt hat. Ich mag Monaco sehr, die Strecke hat mir auch in den Nachwuchsklassen schon immer gut gelegen", sagte Ricciardo, der bereits in Q2 für Aufsehen gesorgt hatte. Da drehte er seine schnellste Runde nämlich auf den langsameren superweichen Reifen. Hintergrund: Auf der Reifenmischung, die ein Fahrer in Q2 einsetzt, startet er auch in das Rennen.

Wenn Mienen Bände sprachen: Die Top-3 am Samstag

"Wir hatten in Q2 noch Zeit, um den Supersoft auszuprobieren. Das lief gut, also haben wir haben uns gedacht, dass sich dadurch strategisch für das Rennen vielleicht mehr Möglichkeiten auftun", erklärte Ricciardo. Damit, dass Red Bull auf Pole stehen würde, hatte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht unbedingt rechnen können. Weniger überrascht zeigte sich Nico Rosberg: "Ich glaube nicht, dass ich heute die Pole verloren habe, denn ehrlich gesagt hatte ich sie nie. Daniel war sehr schnell und wir nicht schnell genug." Red Bull sieht zunehmend wie Mercedes' größter Herausforderer aus - auch weil Ferrari im Fürtentum deutlich hinter der Spitze herfährt. Rosberg gibt zu bedenken: "Red Bull holt aktuell schon sehr schnell auf und hat jetzt mit dem neuen Motor noch einmal einen Schritt gemacht."
Ferrari nur noch dritte Kraft: Vettel fehlte der Grip

Die aktuellste Ausbaustufe von Renault hat in Monaco bei Red Bull nur Ricciardo im Heck und setzte die neue Power perfekt um. Für Teamkollege Max Verstappen hingegen war am Samstag schon früh Schluss. In Q1 krachte der Barcelona-Sieger nach einem Fahrfehler ausgangs der Schwimmbad-Passage in die Leitplanken. "Ich habe zu früh eingelenkt und die Wand berührt, dabei ist die Aufhängung gebrochen und das war's", sagte der 18-Jährige. "Es war sehr unglücklich. Hoffenltich haben wir morgen mehr Glück - mit dem Wetter zum Beispiel. Regen wäre schön, denn das könnte helfen." Für Sonntag ist die Wetterlage am Mittelmeer deutlich schlechter vorhergesagt als noch am sonnigen Samstag.

Hamilton strandet in Boxengasse

Auf eine nasse Strecke hofft auch Lewis Hamilton. Der Weltmeister haderte nach Platz drei einmal mehr mit der Technik. Zu Beginn von Q3 hatte ihn ein Problem mit dem Benzindruck dazu gezwungen, in der Box anzuhalten. Die Mechnaiker schoben Hamilton zurück an die Box. Zwar konnte das Problem kurzfristig behoben werden, Hamiltons Chancen im finalen Abschnitt schmälerte es aber trotzdem nachhaltig. Der Brite: "Ich hatte, anders als die anderen, nur einen Schuss. Davor musste ich drei Runden lang langsam mit dem Auto fahren, hatte Verkehr. Und dann bei meinem Run natürlich nicht mehr so frische Reifen."
Mercedes macht die Technik Druck: Red Bull hat stark aufgeholt

Grund zur Freude: Für Ricciardo war es die erste Pole

Tröstlich war für Hamilton, dessen Problem in Q3 übrigens auch bei Rosberg auftrat - allerdings während der Deutsche noch an der Box stand - lediglich, dass er mit Startplatz drei Schadensbegrenzung betreiben konnte. "Ich habe am Ende noch das Beste rausholen können und bei den anderen Rennen dieses Jahr, wo wir Motorprobleme hatten, bin ich viel weiter hinten gestertet. Aber ohne das Problem wäre es natürlich besser gewesen", so Hamilton, der in der WM 43 Punkte Rückstand auf Rosberg hat und sich bei seiner Aufholjagd nun auch noch mit immer stärker werdenden Red Bulls konfrontiert sieht. "Ich hoffe morgen läuft das Auto, damit ich auch mit den anderen kämpfen kann", spielte Hamilton auf seine stumpfen Waffen vom Samstag an.

Einfach wird der Weg nach vorne aber für beide Mercedes nicht. In den vergangenen zwölf Rennen in Monte Carlo gewann zehnmal der Pole-Mann. Hinter den Top-3 fährt Sebastian Vettel als Vierter los, direkt vor Landsmann Nico Hülkenberg. Der Emmerricher überraschte im Force India als starker Fünfter. Kimi Räikkönen beendete die Qualifikation im zweiten Ferrari zwar als Sechster, muss nach einem Getriebewechsel allerdings von Position elf starten. Enttäuschend verlief das Zeittraining auch für Pascal Wehrlein. Der Manor-Rookie wurde hinter seinem Stallgefährten Rio Haryanto 20. und erklärte anschließend: "Es war zu viel Verkehr auf der Strecke und ich habe keine Runde zusammengebracht."
Hülkenberg startet als Fünfter: Pechsträhne beendet

Ergebnis - Qualifikation Monaco GP:

1. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:13,622 Min.
2. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:13,791
3. Lewis Hamilton (England) Mercedes 1:13,942
4. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:14,552
5. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India 1:14,726
6. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:14,732 (+5 Plätze - Getriebewechsel)
7. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso 1:14,749
8. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:14,902
9. Daniil Kvyat (Russland) Toro Rosso 1:15,273
10. Fernando Alonso (Spanien) McLaren Honda 1:15,363
11. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:15,273
12. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Haas 1:15,293
13. Jenson Button (England) McLaren Honda 1:15,352
14. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:15,385
15. Romain Grosjean (Frankreich) Haas 1:15,571
16. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault 1:16,058
17. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber 1:16,299
18. Jolyon Palmer (England) Renault 1:16,586
19. Rio Haryanto (Indonesien) Manor 1:17,295
20. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor 1:17,452
21. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull 1:22,467
22. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber -

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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