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Formel 1: Ricciardo kämpft sich aufs Podium

Frust-Verstappen watscht Red Bull ab

Gemischte Gefühle bei Red Bull: Strahlemann Ricciardo klaut in Spa einen Podestplatz, Mega-Frust indes bei Verstappen nach neuerlicher Panne.
Die nötige Motivation für den Belgien GP holte sich Daniel Ricciardo am Sonntag durch frühes Aufstehen: Bereits um sechs Uhr morgens klingelte der Wecker. Der Grund: Der bekennende MMA-Fight-Fan Ricciardo wollte sich auf keinen Fall den Mega-Boxkampf zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor in Las Vegas entgehen lassen! Dass er trotzdem ausgeschlafen war, zeigte Ricciardo dann ab 14 Uhr - und schlug auf der Strecke vor allem beim Re-Start selbst zu.

Daniel Ricciardo durfte am Podium über P3 jubeln

Mit einem tollen Manöver gegen Valtteri Bottas klaute der Australier dem Finnen und dessen Landsmann Kimi Räikkönen im Ferrari, der beim Überholvorgang direkt dahinter fuhr, den letzten Platz auf dem Podium. „Ich bin superglücklich“, strahle Ricciardo anschließend. „Das Rennen war erst ziemlich langweilig. Wir haben uns dann aber in die Position gebracht, die Situation und unser Glück mit dem Safety-Car auszunutzen“, so der Red-Bull-Pilot, der schon seinen sechsten Podestplatz in den letzten acht Rennen einfuhr!
Ganz anders sieht indes die Statistik von Teamkollege Max Verstappen aus. Auch bei ihm steht die Zahl sechs - jedoch für die Ausfälle in den bisherigen zwölf Saisonrennen! Auch am Sonntag in Spa war dem Niederländer das Pech wieder treu. „Unglaublich! Ich glaube das einfach nicht!“, funkte Verstappen schon nach acht Runden an seine Box, als sein RB13 mit einem Defekt ausrollte und schüttelte sekundenlang seinen Kopf. Mega-Frust für den in Belgien geborenen Holländer, der bei seinem Quasi-Heimspiel am Sonntag allein 80.000 Fans an die Strecke gelockt hatte.

Pechvogel Verstappen wird 2017 zum Pannen-Max

„Für die Fans tut es mir sehr leid. Sie kaufen teure Tickets, um mein Rennen zu sehen und nach acht Runden ist Feierabend“, sagte Verstappen, ehe er gegen sein Team und Motorenpartner Renault nachlegte. „Ich bin sehr frustriert und enttäuscht. Am Anfang der Saison kann man noch sagen, dass es Pech ist. Aber nach so vielen Malen ist es kein Pech mehr. Es ist einfach schlecht.“ Verstappen poltert weiter: „Bei einem Top-Team dürfen solche Sachen nicht passieren. Ich arbeite das ganze Wochenende hart, fahre ein gutes Qualifying und dann das. Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll: Es ist sehr hart und demotivierend.“
Red-Bull-Teamchef Christian Horner erklärte: „Der vierte Zylinder hat aufgehört zu arbeiten. Unser Motorenpartner muss jetzt mal ein paar Antworten liefern.“ Denn der Brite verrät auch: „Mit ziemlicher Sicherheit droht uns nun eine Motorstrafe in Monza. Damit ist das nächste Rennen für Max eigentlich auch schon durch!“

Sechs Ausfälle: Ist Verstappens Geduld am Ende?

Verstappen deutete wegen seiner Seuchen-Serie sogar an, Red Bull dürfe sich nicht mehr viele Ausfälle dieser Art erlauben - andernfalls will er sich nach Alternativen auf dem Markt umsehen. Der Haken für Verstappen: Er ist langfristig ans Team gebunden. Und da Mercedes wohl bald mit Valtteri Bottas verlängern wird, sind alle anderen Top-Cockpits vorerst besetzt. Entsprechend gelassen reagierte auch Red-Bull-Berater Helmut Marko auf Verstappens Aussagen. „Wir sind doch das Beste, was übrig bleibt“, sagte der Österreicher.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Getty Images

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