Die besten Bilder aus Monaco

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Formel 1: Ricciardo toppt Training

— 26.05.2016

Knallstart in Monte Carlo

Mercedes muss in Monaco Red Bull auf der Rechnung haben: Daniel Ricciardo holt die Tagesbestzeit. Viele Abflüge und Schrott an Tag eins in Monte Carlo.

Für die im Fürstentum traditionell astronomischen Eintrittspreise bekamen die Zuschauer am ersten Tag in Monaco gleich eine Menge geboten: Viele Fahrer machten unliebsamen Kontakt mit den eng stehenden Mauern von Monte Carlo. Ohne solche Probleme manövrierte Daniel Ricciardo seinen Red Bull in der Nachmittagssession durch die Gassen am Mittelmeer - mit der Tagesbestzeit von 1:14.607 Minuten und satten sechs Zehnteln Vorsprung auf Lewis Hamilton im Mercedes.

Wer liegt in Monaco vorne: Mercedes oder Red Bull?

Am Vormittag war der Weltmeister noch am schnellsten gewesen, ein Zehntel vor Stallrivale Nico Rosberg. Im zweiten Training brummte Hamilton diesem sogar 0,3 Sekunden auf - aber am Ende lagen beide Silberpfeile eben nur auf den Rängen zwei und drei hinter Ricciardo. "Jetzt müssen wir schauen, dass wir den Red Bull wieder einholen", stellte Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda fest. Überrascht war er von der starken Performance der Spanien-Sieger aber keineswegs. "Es war von vorn herein klar, dass sie hier schnell sein werden. Ihr Auto passt super nach Monaco und vor allem Ricciardo hat einen neuen Motor im Heck, der stärker und besser ist", so der Österreicher.
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Für Lauda sind die Bullen in Monaco damit vor Ferrari auch klar die zweite Kraft - wenn nicht noch mehr. "Wir müssen aufpassen, dass sie uns nicht auch davonfahren", meint Lauda. Nico Rosberg weiß: "Red Bull war auch in Barcelona in den langsamen Ecken schon so schnell wie wir. Wir haben also mit ihnen gerechnet - aber nicht damit, dass sie so stark sind. Sie waren heute deutlich schneller als wir." Der Deutsche: "Da müssen wir richtig aufpassen und noch ein paar Zehntel finden. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen - aber es wird schwer." Robserg verrät: "Die Strecke hier ist dieses Jahr anders, der Asphalt neu. Das kommt ihnen scheinbar entgegen."

Nico Rosberg handelte sich einen Reifenschaden ein

Selbst erlebte der Deutsche keinen reibungslosen Start ins Wochenende. Erst wurde er zur Kasse geboten: 700 Euro Strafe für 6,9 Stundenkilometer zu viel in der Boxengasse. Kurz vor Ende der ersten Session sorgte ein kurioser Vorfall für einen Reifenschaden beim WM-Leader. "Das war nicht ohne! Ich bin über einen Gullideckel gefahren und habe ihn dabei hochgewirbelt. Hinter mir ist dann Jenson (Button; d. Red.) reingefahren und hat ihn mitgerissen. Das war gefährlich und hätte leicht ins Auge gehen können."

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Monaco-Unfälle
Auch für den anderen deutschen WM-Anwärter lief Tag eins in Monaco nicht ohne Probleme. Sebastian Vettel machte am Nachmittag mit seinem Ferrari gleich zweimal Bekanntschaft mit der Mauer - wenn auch mit glimpflichen Folgen im Vergleich zu vielen anderen Fahrerkollegen. "Ich habe ein paar Sachen probiert, aber das ist in die Hose gegangen", gab Vettel zu, der sich erst in Mirabeau drehte und dann noch einmal leicht in St. Devote anschlug. "Allgemein hatten wir heute keinen guten Tag, denn hier ist es wichtig, dass man sauber durchkommt. Das ist mir nicht gelungen."

Vettel kam den Monaco-Mauern näher als ihm lieb war

Die Flinte wirft der vierfache Champion trotz Platz neun im zweiten Training und 1,6 Sekunden Rückstand aber noch nicht ins Korn. Auch Rang drei am Vormittag macht ihm Hoffnung. "Wir haben trotz allem heute ein paar Antworten bekommen und sollten am Samstag wieder besser aufgestellt und normal unterwegs sein." Weniger Glück als Vettel hatten bei ihren Abflügen am Donnerstag Felipe Massa, Jolyon Palmer, Romain Grosjean, Rio Haryanto und Kevin Magnussen. Alle landeten unsanft in der Leitschiene und verwandelten den Straßenkurs im Fürstentum somit einmal mehr zum teursten Schrottplatz der Welt.

Während Barcelona-Sieger Max Verstappen im zweiten Red Bull mit den Rängen fünf und vier erneut eine gute Vorstellung ablieferte, hatte Kimi Räikkönen im Ferrari keinen leichten Einstand auf den Straßen Monte Carlos. Er steuerte seinen Boliden auf die Positionen neun und sieben. Auch die beiden anderen Deutschen im Fahrerfeld hatten am Donnerstag in Monaco noch zu kämpfen. Nico Hülkenberg wurde am Vormittag zwar Siebter, musste sich am Nachmittag als Elfter aber hinter seinem Stallrivalen Sergio Perez einreihen. Rookie Pascal Wehrlein beendete beide Trainingssessions auf dem Stadtkurs als Letzter - und das, obwohl sein Teamkollege Haryanto den Manor in der Hafenschikane spektakulär in der Leitplanke versenkte.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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