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Formel 1: Ricciardo verleiht Flügel

— 28.05.2016

Mit „dicken Eiern“ zur ersten Pole

Wie einst Michael Schumacher: Red Bulls Daniel Ricciardo holte ausgerechnet in Monaco seine erste Formel-1-Pole. Eine Genugtuung für den Australier.

1:13,622 Minuten - das saß! Daniel Ricciardo hat nach drei Grand-Prix-Siegen im Jahr 2014 nun auch seine erste Pole-Position in der Formel 1 eingefahren. Dafür hat sich der Australier keine geringere Strecke ausgesucht als den legendären Kurs durch die Häuserschluchten von Monaco. „Es ist wirklich cool, meine erste Pole ausgerechnet an diesem speziellen Ort zu holen“, grinste Dauer-Grinser Ricciardo diesmal noch breiter.

Ließ es am Hafen von Monaco fliegen: Daniel Ricciardo

Auch ein gewisser Michael Schumacher holte seine erste Formel-1-Pole 1994 auf den Straßen Monte Carlos. „Es ist natürlich sehr schön in den Statistiken jetzt etwas mit Michael gemeinsam zu haben, aber in erster Linie geht es für mich nun darum, morgen das Rennen zu gewinnen“, dachte Ricciardo gleich wieder an das Hier und Jetzt. Wirklich überrascht war er von der Performance seines Red Bull am Samstag nicht. „Ich wusste schon vor dem Wochenende, dass wir hier gut aussehen könnten und ich bin natürlich sehr happy, dass ich es so umsetzten konnte. Wir haben ein gutes Paket und aus dem haben wir heute das Beste herausgekitzelt.“

Aber was machte am Samstag wirklich den Unterschied aus? ABMS wollte es genau wissen und fragte bei Ricciardo nach: War es der neue Renault-Motor, das gute Chassis oder auf der anspruchsvollen Strecke in Monaco eben doch eher das, was der Fahrer in der Hose hat? „Die dicken australischen Eier“, lachte Ricciardo. Eine selbstbewusste Antwort – doch wer dem Red Bull auf der Strecke derartig Flügel verleiht, der darf schon mal prahlen. Ricciardo machte keinen Hehl daraus, dass er nach dem letzten Rennen in Barcelona „frustriert“ war. In Spanien gewann Teamkollege Max Verstappen gleich beim ersten Rennen für Red Bull. Auch, weil das Team bei Ricciardo die falsche Strategie wählte.

Erste Pole: Gefeiert wurde natürlich mit einem Grinsen

Seinen Kritikern gab er am Samstag in Monaco die beste Antwort – jene auf der Strecke: „Es ist schön, dass ich heute beweisen konnte, wozu ich imstande bin... gerade auch all denen, die nach Barcelona angefangen haben mich in Frage zu stellen. Ich habe gesagt, dass ich zurückschlagen werde. Und das hier ist eine Fahrerstrecke“, so Ricciardo. „Es ist ein Platz, wo Talent ein bisschen mehr hervorsticht und man glänzen kann. Wenn man das Risiko gehen will und etwas mehr pusht, dann wird das belohnt“, lautete die Rechnung des Australiers. Und sie ging auf – ob es sich mit seinem Reifenpoker in Q2 allerdings genauso verhält, das muss der Sonntag zeigen.

Während die meisten in Monaco zum Zocken ins Casino gehen, riskierte Ricciardo am Samstag viel bei der Strategie. Er setzte anders als die Konkurrenz im mittleren Abschnitt auf die superweichen Reifen. Mit diesen geht er nun am Sonntag auch ins Rennen. Angst, dass diese Reifenwahl zum Boomerang werden könnte, weil er nun vorne steht, hat Ricciardo nicht. Der 26-Jährige: „Ich glaube nicht, dass das hier am Start viel ändert.“ Heißt im Klartext: Überholen kann man in Monaco sowieso nicht.

Den Gegnern ließ Ricciardo am Samstag keine Chance

„Für uns könnten sich dadurch morgen aber andere Möglichkeiten eröffnen, denn das Schlimmste ist, wenn man hier im Verkehr hängt“, erklärte Ricciardo, der mit den superweichen Reifen nun auf jeden Fall länger fahren kann als die anderen Autos um ihn herum. Und wenn das im Kampf gegen die Silberpfeile auch nicht hilft, sind da ja immer noch die dicken Eier. Die Brust des 'Honigdachses', wie Ricciardo wegen seinem sonnigen Gemüt oft genannt wird, ist jedenfalls breiter denn je: „Ich bin dieses Jahr bisher sehr zufrieden mit meinen Leistungen, habe dafür nur bisher nicht immer die Ergebnisse bekommen, die ich verdient gehabt hätte.“ Am Sonntag hat Ricciardo nun im Fürstentum die beste Ausgangsposition, um diesen Eindruck endgültig zu korrigieren.

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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