Formel 1: So stehts bei den Teamduellen 2018

Formel 1: Ricciardo zu Renault

Ist das die große Chance für Hülkenberg?

Nico Hülkenberg steht 2019 vor einer entscheidenden Saison. Gewinnt er das Duell gegen Daniel Ricciardo könnte das seiner Karriere einen Schub verleihen.
Nach Rubens Barrichello, Paul di Resta, Esteban Gutiérrez, Sergio Pérez, Jolyon Palmer und Carlos Sainz jetzt also Daniel Ricciardo. Der Australier wird 2019 der siebte Teamkollege von Nico Hülkenberg in der Formel 1. Es ist das erste Mal, dass sich Hülkenberg mit einem absoluten Topstar messen muss. Und es könnte seine große Chance sein.
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Hülkenberg bestritt bisher 147 Grands Prix. Nur Andrea de Cesaris (208), Nick Heidfeld (183) und Martin Brundle (158) haben mehr Formel-1-Rennen bestritten, ohne je eines davon gewonnen zu haben. Schlimmer noch: Hülkenberg hält den Rekord mit den meisten Rennen ohne Podiumsplatz. Und doch gilt der Deutsche als einer der besten Fahrer im Feld, ist als Gesamt-Siebter derzeit der beste Pilot abseits der drei Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull. Aber wenn es um große Ergebnisse ging, hat Hülkenberg gepatzt.

Hülkenberg und Ricciardo fahren ab 2019 zusammen

Dagegen Ricciardo: Bei sechs seiner sieben Siege war er kein Favorit, startete außerhalb der Top-3. Einzige Ausnahme: Monaco 2018. Der immer lachende Ricciardo ist stets zur Stelle, wenn andere patzen und konnte sich gegen Mega-Talent Max Verstappen gut behaupten. Er zählt unbestritten zu den ganz Schnellen des aktuellen Fahrerfeldes.
Wenn Hülkenberg Ricciardo schlagen sollte, könnte das der Durchbruch für den 30-Jährigen sein. Einen potenziellen Weltmeister zu schlagen wird die Aufmerksamkeit der Topteams auf ihn ziehen. Mehrmals stand er bei Teams wie Ferrari oder Mercedes schon auf der Liste der möglichen Fahrer. Mit einem solchen Duell würde er sich nachhaltig ins Gespräch bringen.

Formel 1: So stehts bei den Teamduellen 2018

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Aber: Wenn Ricciardo Hülkenberg schlägt, könnte dies das Ende seiner F1-Karriere sein. Und: Bei den Topteams müssen auch erst einmal Plätze frei werden. Ferrari plant die Zukunft mit Charles Leclerc, Mercedes baut eigene Junioren wie Esteban Ocon und George Russell auf, Red Bull bedient sich seit Jahren aus dem eigenen Juniorkader.
Und was sagt Hülkenberg zur Ricciardo-Verpflichtung durch Renault? Er bemüht sich um Teamfrieden: „Lass uns zusammen auf die Jagd gehen, Bruder“, teilte er auf Twitter mit. Es könnte die Ruhe vor dem großen Sturm sein.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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