Red Bull

Formel 1: Ricciardo zum Vettel-Abschied

— 24.11.2014

Seb ist auch nur ein Mensch!

Tag eins nach Sebastian Vettel für Red Bull. Die Zukunft des Teams heißt Daniel Ricciardo. Doch der Australier streut seinem Vorgänger zum Ende Rosen.

Von wegen Trennung im Streit. Red Bull bescherte Sebastian Vettel gestern vor dem Rennen einen Abschied nach Maß. Eine Boxentafel zeigte seine Erfolge, durch die Box klang „Viva Colonia“! Vettel hatte Tränen in den Augen, als er sich von seinen Jungs verabschiedete und Motorsportchef Helmut Marko umarmte. Zwei Stunden später war er nicht mehr so guter Laune. „Mit diesem Ergebnis kann ich einfach nicht zufrieden sein“, ärgerte sich der Heppenheimer nach Platz acht. Zuvor musste er wegen eines zu flexiblen Frontflügels aus der Boxengasse starten. Dabei rutschte er nach einem Motorwechsel kurz vorm Rennen sogar noch hinter seinen Teamkollegen Daniel Ricciardo zurück, der ebenfalls von der Disqualifikation betroffen war.

Lob für den Umgang mit der Niederlage

Vettels (l.) Zeit bei Red Bull ist abgelaufen: Nachfolger Ricciardo (r.) will daran aber keine Schuld tragen

Zum Abschied hat der Australier aber noch ein paar warme Worte für Vettel parat. Im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT sagte Ricciardo: „Wenn ich ehrlich bin, hat Sebastian mich in dieser Sache überrascht. Er hat sich wirklich ehrlich für mich und meine Erfolge (Ricciardo siegte dreimal, Vettel gar nicht; d. Red.) gefreut. Ich erinnere mich auch an Kanada (wo Ricciardo siegte; d. Red.), als er mich fest umarmte. Da hat er wirklich Größe gezeigt. Denn natürlich ist es nicht schön, wenn dein Teamkollege gewinnt. Das ist der erste, den du schlagen willst. Er ist damit sehr gut umgegangen. Das kann nicht jeder.“

Auto-Fan Vettel musste zu Ferrari gehen

Schuldig daran, dass der Vierfach-Weltmeister sein Team in Richtung Ferrari verlässt, fühlt sich Ricciardo dennoch nicht. Der WM-Dritte: „So weit würde ich nicht gehen, dass ich mich schuldig fühle. Ja, unser Teamduell hat Sebastian die Entscheidung sicher nicht schwerer gemacht. Er hatte nicht das Jahr, das er sich gewünscht hat. Man darf aber auch nicht den Blick für die Realität verlieren. Er hat vier WM-Titel mit Red Bull gewonnen. Ist ein Fünfter mit Red Bull genauso befriedigend wie einer mit einem neuen Team? Ich weiß, wie groß seine Leidenschaft für Ferrari ist. Auch im Bezug auf die Serienautos. Er ist ein Fan der Marke und der Produkte. Deshalb musste es irgendwann so kommen.“

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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