Nico Rosberg: Sein Leben in Bildern

Nico Rosberg Nico Rosberg Nico Rosberg

Formel 1: Rosberg arbeitet sich zum Titel

— 25.07.2014

Schnell & mit Köpfchen

Wer in der Formel 1 hoch hinaus will, muss mehr als nur Gas geben und schnell Auto fahren: Niemand setzt das besser um als Mercedes-Star Nico Rosberg.

Akribisch und mit Fleiß zum Titel: Nico Rosberg führt die Fahrerwertung der Formel 1 mit 190 Punkten an – 14 Zähler vor Teamkollege Lewis Hamilton. Damit das auch so bleibt, sitzt Rosberg ständig im Mercedes-Simulator, tüftelt neue Abstimmungsvarianten aus... und teilt sich seine Kräfte für die anstrengenden nächsten Monate ein. Trotz seines viel umjubelten Heimsieges in Hockenheim verzichtete Rosberg auf eine große Party, flog lieber direkt nach Hause, um sich bestmöglich auf den anstehenden Ungarn GP vorzubereiten. Der Deutsche konzentriert sich voll auf seinen Job, nahm zu diesem Zweck vor der Saison sogar freiwillig an einem Führungskräfte-Seminar in der Fabrik in Brackley teil – anders als Lewis Hamilton.

Talent vs. Fleiß

Der Brite war den Winter über lieber in den USA, nutzte seine Freizeit für Flugstunden im Hubschrauber und Reisen zu Dauerfreundin Nicole Scherzinger (36) nach Kalifornien. Hamilton verlässt sich auf sein naturgegebenes Fahrtalent – Rosberg auf das Prinzip der harten Arbeit. Und genau dort sieht er selbst seine größte Stärke liegen. Rosberg zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Ich sehe mich als Allrounder. Beim puren Fahren kann ich keinen Unterschied machen. Da sind wir gleichauf. In der Formel 1 kommen meine anderen Stärken aber noch viel mehr zum Tragen als früher im Kart. Mein Interesse an der Technik zum Beispiel.“

Rosberg, der Kopfmensch

Steht bei seinem Team hoch im Kurs: Der fleißige Rosberg will sich den Titel 2014 richtiggehend erarbeiten

Der gebürtige Wiesbadener erklärt: „Unser Beruf ist sehr komplex. Zunächst einmal ist da das pure Fahrtalent, das du brauchst, um das Auto möglichst schnell um die Strecke zu fahren. Dann kommt die Intelligenz dazu, damit du immer neue Möglichkeiten findest, wie du eine Strecke noch schneller umrunden kannst. Manche machen das mit ihrem Instinkt, manche mehr mit dem Kopf.“ In welche Kategorie Rosberg fällt ist klar. Der 29-Jährige grinst: „Ich bin da eher der Kopfmensch. Ich versuche, mich jede Runde immer wieder neu zu erfinden – auch, weil sich die Umstände immer wieder ändern.“

Wolff adelt Rosberg

Von seinen Bossen erntet der WM-Spitzenreiter dafür viel Lob. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff (42) lobte Rosberg nach dem Heimsieg in Hockenheim über den grünen Klee: „Nico liefert einfach. Und immer, wenn man sagt, er hat das Momentum verloren, dann kommt er wieder zurück.“ Daher findet Wolff auch: „Nico zählt für mich mittlerweile zu den ganz Großen!“ Und auch Mercedes’ zweiter Chef Niki Lauda (65) räumt Rosberg im Titelkampf indirekt die besten Karten ein, wird der Österreicher doch nicht müde, immer wieder zu betonen, dass eine Weltmeisterschaft am Ende vor allem im Kopf gewonnen wird...
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Autoren: Frederik Hackbarth, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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